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Der Erste Beigeordnete des Regionalverbands Frankfurt-RheinMain, Rouven Kötter (l.), und Erster Stadtrat Sebastian Wysocki sind vom Vilcar-Konzept überzeugt.

»Mobilitätswende gelingt nur gemeinsam«

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Bad Vilbel (pm). Der Regionalverband Frankfurt-RheinMain hat seine Mobilitätsstrategie für die Region vorgestellt. Darin seien 19 konkrete Maßnahmen enthalten, die kurz- und mittelfristig umgesetzt werden sollen, teilt die Stadt Bad Vilbel mit. Dabei gehe es vom Ausbau des Radverkehrs über Förderung des Schienenverkehrs, Schaffung von Mobilitätsstationen bis hin zur Stärkung von sogenannten »on-demand-Verkehren« und Carsharing-Angeboten.

Ziel sei es, in der Region mehr Bewegungsqualität zu erreichen, den schädlichen CO2-Ausstoß im Verkehr deutlich zu senken und attraktive, komfortable, sichere Alternativen zur Nutzung eines privaten Pkw zu schaffen und zu fördern.

All das gehe nur gemeinsam mit den Mitgliedskommunen, weshalb der Erste Beigeordnete und Mobilitätsdezernent des Regionalverbands Rouven Kötter (SPD) jüngst beim für Verkehr zuständigen Bad Vilbeler Ersten Stadtrat, Sebastian Wysocki, (CDU) zu Besuch war. Themen des Austauschs seien neben der Mobilitätsstrategie des Regionalverbandes auch das Verkehrskonzept der Stadt Bad Vilbel und insbesondere das neue Carsharing-Angebot »Vilcar« gewesen.

Strategie soll geprüft werden

»Die Mobilitätsstrategie des Regionalverbands werden wir in der Verwaltung sorgfältig durcharbeiten und dabei Anknüpfungs- und Vernetzungspunkte zwischen Region und Stadt Bad Vilbel suchen. Wir haben in den vergangenen Jahren enorm in die Verbesserung der Verkehrssituation im gesamten Stadtgebiet investiert. Aber Mobilität hört nicht an kommunalen Grenzen auf, sie muss auch regional gedacht und bearbeitet werden«, betont Wysocki. »In den letzten Monaten haben wir insbesondere in die Radinfrastruktur investiert. Radfahren ist in Bad Vilbel heute deutlich sicherer und komfortabler möglich. Aber auch im Bereich Carsharing haben wir mit dem Vilcar ein attraktives neues Angebot geschaffen.«

Im gesamten Stadtgebiete sind die Standorte der Fahrzeuge von Vilcar verteilt. Sie sind mit Bus- und Schienenhaltepunkten verknüpft, um die verschiedenen Angebote zu vernetzen. Die Preise gehen bei 1,50 Euro pro Stunde für einen Pkw los und gehen bis zu 70 Euro am Tag, wenn man einen Transporter nutzen möchte. »Wir hoffen, dass wir damit vielen Bürgern mehr Mobilität ermöglichen und vielleicht sogar der eine oder andere Privat-Pkw abgeschafft werden kann«, hofft Stadtrat Wysocki.

»Das Vilcar-Angebot ist beispielhaft für andere Kommunen. Wenn wir ein flächendeckendes Carsharing-Angebot aufbauen wollen, brauchen wir solche vorhandenen Angebote als Basis«, sagt Kötter. »Bad Vilbel hat schon viel im Bereich Mobilität getan. Das habe ich als Rad fahrender Nutzer des Niddaradweges ebenso erleben dürfen, wie als regelmäßiger Besucher der Stadt mit dem Auto oder der S-Bahn. Aber nichts ist so gut, dass es nicht noch weiter verbessert werden könnte. Ich bin mir sicher, dass Bad Vilbel sich bei diesem wichtigen Thema auch in Zukunft nicht ausruhen darf und wird. Der Regionalverband steht dabei als verlässlicher und kreativer Partner gerne zur Verfügung.«

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