Unterführung im Bau: Mehr als 8000 Fahrgäste nutzen täglich die Züge auf der rund 30 Kilometer langen Strecke der Niddertalbahn. 	FOTO: CHRISTINE FAUERBACH
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Unterführung im Bau: Mehr als 8000 Fahrgäste nutzen täglich die Züge auf der rund 30 Kilometer langen Strecke der Niddertalbahn. FOTO: CHRISTINE FAUERBACH

Mitte Juni könnte die Freigabe erfolgen

  • vonChristine Fauerbach
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Bad Vilbel (cf). Von den Landwirten in Gronau wird die neue Bahnbrücke über die Strecke der Niddertalbahn an der Neuen Straße in Höhe der Kornsiedlung Richtung Niederdorfelden sehnsüchtig erwartet. Über sie führt einer der Wege zu den im Osten und Süden gelegenen Feldern.

Die alte Brücke war marode. Ihre Traglast von maximal neun Tonnen reichte für schwere landwirtschaftliche Maschinen nicht aus. Der neue Überbau der Brücke wird aus Stahlbetonhalbfertigteilen errichtet und soll über eine Traglast von 40 Tonnen verfügen wie Erster Stadtrat Sebastian Wysocki informierte. Die Deutsche Bahn AG lässt die Arbeiten ausführen..

Vor der Ernte fertiggestellt

Die 31 Kilometer lange Strecke der Regionalbahnlinie 34 verbindet Glauburg-Stockheim mit dem Frankfurter Hauptbahnhof. Mehr als 8000 Pendler und sonstige Fahrgäste nutzen täglich das Stockheimer Lieschen, um von ihren Wohnorten in die Mainmetropole und wieder zurück in die Wetterau und den Main-Kinzig-Kreis zu kommen. Nach Einschätzung der Bauarbeiter der Firma Lupp aus Nidda sind die Bauarbeiten in den nächsten Wochen abgeschlossen. Damit kann die Bahnbrücke rechtzeitig vor der Ernte wieder für den landwirtschaftlichen Verkehr frei gegeben werden. Solange wird auch die Neue Straße nach der Behringstraße bis kurz vor der Einmündung in den Nidderring für den Individualverkehr und den Vilbus gesperrt bleiben. Die Umleitung über die Landesstraße 3008 ist ausgeschildert.

»Alle Arbeiten liegen im Zeitplan«, sagt Polier Mijo Cvijetkovic. Dies sei vor allem den beiden jeweils dreitägigen Sperrungen der Bahnstrecke und der Vollsperrung des Teilabschnitts in der Neuen Straße zu verdanken. »Wir haben Mitte Februar mit den Vorarbeiten begonnen. Anfang April war die Bahnstrecke drei Tage lang voll gesperrt. In dieser Zeit haben wir den um 1800 herum errichteten Überbau und die später erneuerten Widerlager abgebrochen. Mit Hilfe eines Krans wurde neue Widerlager aus Stahlbeton gesetzt und vier neue Auflagebänke«, berichten die Bauarbeiter. Danach wurde betoniert. Bei der zweiten drei Tage dauernden Sperrung an einem Wochenende Mitte April wurde das Bestandsmauerwerk auf beiden Seiten der Gleise gereinigt, neu verfugt und saniert. Anfang Mai setzten die Bauarbeiter den Stahlbetonüberbau für die neue Brücke. Ihre Fahrbahn wird eine Breite von 4,50 Metern haben, die rechts und links von zwei je 80 Zentimeter breiten Schutzstreifen in Form von Kappen flankiert wird. Zurzeit sind die Bauarbeiter vor allem mit Verfüll- und Abdichtungsarbeiten beschäftigt. Danach folgen Anpassungsarbeiten an den Fahrbahnbestand.

Für Elektrifizierung ausgelegt

Die neue Bahnbrücke liegt höher als die alte, damit ist sie für eine Elektrifizierung der Strecke ausgelegt. Diese soll in die Planung des Landes aufgenommen werden. Die Kosten für die Elektrifizierung werden auf rund 100 Millionen Euro geschätzt. Der Vertrag mit der Bahn AG zum Betrieb der Niddertalbahn läuft bis 2027. Bis dahin soll das Gleisbett teils zweigleisig für rund 40 Millionen Euro ausgebaut und modernisiert werden, um Betrieb mit größeren Zügen zu ermöglichen.

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