Minkel sieht Fortschritt bei Kombibad

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Die SPD vernimmt große Zweifel innerhalb der Bevölkerung, ob das geplante Kombibad noch gebaut wird. So sei es jedenfalls Tenor in der kürzlichen öffentlichen Mitgliederversammlung der Partei gewesen, bei der ein Drittel der Gäste Nichtmitglieder gewesen seien. Deswegen fordern die Sozialdemokraten nun den Erhalt und die Ertüchtigung des Freibades.

Die SPD vernimmt große Zweifel innerhalb der Bevölkerung, ob das geplante Kombibad noch gebaut wird. So sei es jedenfalls Tenor in der kürzlichen öffentlichen Mitgliederversammlung der Partei gewesen, bei der ein Drittel der Gäste Nichtmitglieder gewesen seien. Deswegen fordern die Sozialdemokraten nun den Erhalt und die Ertüchtigung des Freibades.

"Eine Megatherme mit 24 Rutschen braucht Bad Vilbel nicht. Das ist die Meinung der Teilnehmer der Versammlung", fasst der Parteivorsitzende Horst Seißinger zusammen. Offensichtlich habe der fast einjährige Projektstillstand bei vielen Menschen zu großen Zweifeln geführt, ob die von der Wund-Gruppe geplante Mega-Therme tatsächlich noch gebaut werde und ob eine Freizeiteinrichtung dieser Größenordnung für Bad Vilbel überhaupt sinnvoll sei. Auch aufgrund der sich zuspitzenden Verkehrssituation sei eine Neubewertung dringend erforderlich.

Zu überlegen sei, ob man das Großprojekt noch einmal aufrollen müsse. "In einem ersten Schritt soll dabei auch sichergestellt werden, dass das Freibad mit seinem jetzigen Charakter erhalten und behutsam modernisiert wird. Vorrangig ist dabei eine Verlängerung der Badesaison durch die Beheizung des Wassers, idealerweise bereits im nächsten Jahr", argumentiert Seißinger. Im nächsten Schritt solle dann in einer ergebnisoffenen Diskussion geprüft werden, ob das Freibad auch zu einem Kombibad erweitert werden könne.

Dieses Vorpreschen hält Stadtwerke-Chef und Stadtrat Klaus Minkel (CDU) für reichlich verfrüht. "Es sieht gut aus", fasst er die derzeitige Situation zusammen. Die Josef-Wund-Stiftung als vorgesehene Erbin habe allerdings immer noch keinen Erbschein, dadurch sei die Handlungsfähigkeit begrenzt.

Doch Minkel gibt einen vagen Ausblick: "Ich bin leider noch an eine Vertraulichkeitserklärung gebunden. In wenigen Monaten wird sich voraussichtlich der Nebel lichten, sodass deutlich wird, wann und wie es weitergeht." Minkel stört sich an der derzeitigen Aktion der SPD, die über die sozialen Medien eine Umfrage zum Thema gestartet hat.

"Die Umfrage der SPD zu diesem Thema, nämlich dass die Stadt jetzt das Kommunalbad in Eigenregie bauen solle, ist nicht durchdacht", urteilt er. Denn dann müsse man von ganz vorne wieder anfangen, viel Zeit ginge ins Land. "Das große Grundstück wäre belastet und die weitere Entwicklung schwer behindert." Die SPD blende dabei aus, dass nach dem derzeitigen Verhandlungsstand ein Defizit des Kommunalbades durch die zu zahlende Pacht seitens der Wund-Stiftung aufgefangen werde. "Würde die Stadt vorpreschen und das Kommunalbad selbst bauen, hätten wir ein Defizit von jährlich etwa 800 000 Euro zu tragen." Das verschweige die SPD den Bürgern, "wodurch die Umfrage manipuliert ist", sagt Minkel.

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