Massenschlägerei nach Club-Eröffnung

Bad Vilbel (khn). Tumultartige Szenen spielten sich in der Nacht zu Samstag an der Frankfurter Straße am Schöllberg ab. Etwa 20 bis 30 Personen waren vor dem neu eröffneten "Sams Lounge-Club" an einer Schlägerei beteiligt.

Die Polizei musste mit mehreren Streifenwagen anrücken, um die Situation in den Griff zu bekommen. Polizeisprecher Jörg Reinemer spricht von einer "diffusen Situation" vor Ort. Ein 20-jähriger Karbener wurde schwer verletzt. Dessen Vater kritisiert den Einsatz der Beamten.

Kurz nach 2 Uhr ging ein Notruf bei der Polizei ein: Ein Zeuge hatte die Schlägerei an der Frankfurter Straße gemeldet. Als die Polizei mit mehreren Einsatzfahrzeugen am Club eintraf, seien die Beamten auf 20 bis 30 Personen und eine "aggressive Stimmung" gestoßen, sagt Reinemer. Auffällig sei gewesen, dass das Gros "stark angetrunken" gewesen sei.

Was war passiert? Der Polizeisprecher bringt es auf eine einfache Formel: "Zwei Gruppen hatten Zoff miteinander und haben sich geschlagen." Dann hört es aber auch auf mit dem klaren Bild. Denn wie viele Anwesende der jeweiligen Gruppe zuzuordnen sind und wer mit der Schlägerei angefangen hat – das lasse sich bisher noch nicht genau sagen, betont Reinemer. Klar ist nur eines: Bei dem Tumult wurde ein junger Mann so schwer verletzt, dass er bewusstlos auf der Straße lag. Er musste mit Kopfverletzungen in einem Krankenwagen in eine Klinik gebracht werden.

Dessen Vater ist noch immer schockiert über die Ereignisse. Sein Sohn sei zu der Club-Eröffnung, bei der nur geladene Gäste zugelassen gewesen seien, mit ein paar Freunden gegangen. Es habe eine Rangelei gegeben, in deren Zug sein Sohn attackiert und schwer verletzt worden sei. "Er lag am Boden, und die haben weiter auf ihn eingetreten", sagt er. Der junge Mann habe jetzt eigentlich sein Abitur machen und sich danach zum Medizin-Studium anmelden wollen. Kritik äußert der Karbener an der Polizei. Die habe weder Personalien noch Anzeigen aufgenommen. Eine kritische Nachfrage bei der zuständigen Dienststelle sei abgewiesen worden.

Reinemer zeigt Verständnis für den Vater. "Die Polizei war schnell vor Ort", sagt er, "aber natürlich können für die Wartenden ein paar Minuten eine Ewigkeit sein." Dem Vorwurf, die Polizei habe keine Personalien aufgenommen, widerspricht er. "Die Kollegen haben die Daten von 15 Beteiligten notiert.

" Man müsse aber auch Verständnis für die Polizisten vor Ort haben, die bei einer derart unübersichtlichen Situation "auch nur ihre Arbeit machen können". Klar ist aber auch: Die Beschuldigten seien ermittelt worden und würden vernommen werden.

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