Marode Bänke und tiefe Pfützen

  • VonChristine Fauerbach
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Die Regionalpark Niddaroute soll ein Weg für alle sein. Für Langsame und Schnelle, Spaziergänger und Läufer, Große und Kleine, Senioren und Sportler, Rad- und Traktorfahrer. Der Bad Vilbeler Seniorenbeirat beklagt vernachlässigte Wander- und Radwege, dazu hat er jetzt zu einem Rundgang eingeladen. Ziel des Beirats. Die Aufenthaltsqualität am Niddaufer verbessern.

Die Regionalpark Niddaroute soll ein Weg für alle sein. Für Langsame und Schnelle, Spaziergänger und Läufer, Große und Kleine, Senioren und Sportler, Rad- und Traktorfahrer. Der Bad Vilbeler Seniorenbeirat beklagt vernachlässigte Wander- und Radwege, dazu hat er jetzt zu einem Rundgang eingeladen. Ziel des Beirats. Die Aufenthaltsqualität am Niddaufer verbessern.

Darüber sind aber nicht alle glücklich: Der Dortelweiler Ortsvorsteher Herbert Anders (CDU) ist sauer und macht daraus auch keinen Hehl: »Claus Metz vom Seniorenbeirat hat mich kontaktiert und um eine gemeinsame Begehung und Bewertung der Wander- und Radwege entlang der Nidda gebeten. An diesem Termin sollten nur die Mitglieder des Orts- und Seniorenbeirates teilnehmen, keine Bürger und auch keine Presse.«

Abfallbehälter fehlen

Nach Ansicht des Seniorenbeirates wird die Pflege der Wege in und um Dortelweil massiv vernachlässigt. Claus Metz informiert die zwölf Teilnehmer darüber, dass »die Wege, die auch häufig von vielen älteren Mitbürgern genutzt werden, nach Regenfällen oft nur mühsam passierbar sind«. Er zeigt Fotos mit Pfützen im Areal des unversiegelten Niddauferweges »Am Kies« auf Höhe des Brunnens. »Es regnet 120 Tage im Jahr, die Pfützen bleiben im Lehmboden stehen.« Tische und Bänke neben dem Brunnen sind defekt, Rückenlehnen oder Sparren fehlen oder sind nur notdürftig repariert. Etwas erhöht unter Bäumen ist die Natur dabei, sich zwei stark vermooste, defekte Bänke zurückzuerobern.

»Diese Bänke sollte man entfernen«, stimmt Ortsvorsteher Anders den Kritikern zu. Clemens Breest (B90/Die Grünen) kündigt an »die Bankenrettung in Dortelweil« im Ortsbeirat zu beantragen. Und er schlägt vor, den dann überflüssigen Abfallkorb an die Niddabrücke zu versetzen. »Am Hundekotbeutelbehälter fehlen Abfallkörbe. Hier werfen Hundehalter die vollen Beutel einfach auf die Brücke.« Weitere Abfallbehälter neben denen die Bänke bereits verschwunden oder die Rückenlehnen abgefault sind, könnten an anderen Punkten entlang der Nidda ihren Zweck erfüllen.

Auf dem rund 200 Quadratmeter großen Areal hinter der Brücke am Beginn des Niddaradweges Richtung Gronau, wurde eine neue Sitzbank aus Metallgeflecht sowie einige Sitzsteine aufgestellt. Die kleine hölzerne Schutzhütte auf halber Strecke zwischen Dortelweil und Gronau hat schon bessere Tage gesehen. Schmierereien an den Wänden, den Stützen und auch auf der Bank mindern die Aufenthaltsqualität.

Die SPD-Fraktion hatte einen Antrag zur optischen Aufwertung der Hütte, die technisch in Ordnung ist, gestellt. Wie der Ortsvorsteher mitteilt, werde der Dortelweiler Malermeister Frank Benecke die Schutzhütte neu streichen. Entlang der Niddaroute, vor allem aber am stark frequentierten Radweg, dem Sport- und Spielplatz sowie der angrenzenden Flachuferzone mit direktem Zugang in die Nidda, fehle eine öffentliche Toilette, sagte Hans-Joachim Hisgen (SPD). Die Toilette im Vereinshaus sei nur bei bestimmten Veranstaltungen geöffnet. Viele erleichterten sich deshalb unter anderem rund um die kleine Schutzhütte, was zu riechen ist.

Brücke wird erneuert

Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthalts-, Rad- und Fußwegenutzung sind in Zusammenhang mit der bevorstehenden Niddarenaturierung »Am Kies« geplant. So ist laut Ortsvorsteher Anders der Auftrag erteilt, die Radbrücke zu entfernen und durch eine neue drei Meter breite zu ersetzen. »Dann wird Radverkehr in beiden Richtungen möglich sein.« Nach Abschluss der Niddarenaturierung werde der Rad- und Fußweg asphaltiert und der Fußweg parallel Richtung Osten in die Grünanlage verschoben. Bänke und Tische sollen hier künftig den parkähnlichen Charakter betonen, das Gebiet aufwerten und den Blick auf die renaturierte Nidda freigeben. Ortsvorsteher Anders erhofft sich, dass dann auch die Trennung zwischen Rad- und Fußweg von den Nutzern angenommen wird.

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