Merle (l.) und Henrike sitzen beim Aquarellieren im Hof. Dabei lassen sich auch die nötigen Hygiene- und Abstandsregeln gut einhalten. 	FOTO: CF
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Merle (l.) und Henrike sitzen beim Aquarellieren im Hof. Dabei lassen sich auch die nötigen Hygiene- und Abstandsregeln gut einhalten. FOTO: CF

Malen mit Abstand

  • vonChristine Fauerbach
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Bad Vilbel (cf). Fast wolkenlos ist der Himmel am Pfingstmontag über Bad Vilbel. Damit ist die Fantasie von drei Kunstschülerinnen gefragt, die es sich im Hof der Kunstschule mit Farbkästen, Wasser, Pinseln, Schwämmen und Zeichenpapier gemütlich gemacht haben. Das Trio übt sich unter Anleitung von Kunstpädagogin Samira Idrisu im Aquarellieren von Wolken.

Die drei Teenager sitzen mit dem geforderten Mindestabstand im Hof verteilt und malen konzentriert. Flaschen mit Desinfektionsmitteln stehen in Reichweite. »Wir haben die Teilnehmerzahlen auf sechs und im Töpferkurs aus Platzgründen auf fünf limitiert«, informiert Vorstandsmitglied Frauke Breuer. Und fügt hinzu: »Der Aufwand die Kurse wieder zum Laufen zu bringen ist hoch.«

Dazu gehört, dass jeder Teilnehmer sein eigenes Material mitbringen muss. Die Putzfrau kommt jetzt täglich und nicht mehr wie zuvor zweimal pro Woche. Zwischen den Kursen wird alles, wie beispielsweise Türklinken oder Lichtschalter, desinfiziert. »Wir haben weniger Einnahmen und höhere Kosten. Deshalb mussten wir die Kursgebühren leicht anheben«, bedauert Breuer.

Kursleiterin Samira Idrisu ist stolz auf ihre fleißigen Schülerinnen, die nach wochenlangem Online-Unterricht keine Stunde mehr ausfallen lassen wollten. Deshalb kam sie dem Wunsch von drei der neun Kursteilnehmer entgegen und öffnete das Jugendatelier am Pfingstmontag. »Der Kurs findet seit einem Jahr statt. Es ist der einzige für Jugendliche, bei allen anderen für die Altersstufe handelt es sich um Projektkurse. Sechs der neun Teilnehmer bilden den harten Kern.«

Techniken im Online-Kurs gelernt

Bereits im Online-Unterricht haben sich die Jugendlichen mit Themen wie Porträtieren oder Licht und Schatten beschäftigt und dabei verschiedene künstlerische Techniken ausprobiert sowie gelernt, wie man frei experimentell und expressiv malt.

Schwungvoll verteilen Merle, Henrike und Joanna mit ihren Pinseln Aquarellfarben auf ihrem Papier. Das Trio berichtet, dass das Aquarell eine der ältesten Maltechniken ist und viele technische Möglichkeiten bietet. »Beim Malen und Zeichnen mit Aquarellfarben muss man schnell arbeiten«, sagen die Teenager.

Über die verschiedenen Techniken und ihre Anwendungen hat Samira Idrisu ihre jungen Kursteilnehmer eingehend in Internetkonferenzen informiert. »Der Kurs macht Spaß, die Kursleiterin gibt uns jede Menge guter Tipps und im Kurs sind lauter coole Leute«, begründet die 13-jährige Joanna ihr Kommen am Feiertag. Die Heilsbergerin besucht die siebente Klasse der Freie Christliche Schule in Frankfurt-Fechenheim und sagt: »Ich habe schon immer gern gemalt.« Und nach und nach neben auf den Blättern Wolken in verschiedenen Tönen Gestalt an.

Im Sommerferienprogramm der Kunstschule sind noch Plätze frei. Alle Kurse finden jeweils von 9 bis 13 Uhr in der Frankfurter Straße 75 statt, abgesehen vom Töpferkurs, der in der Töpferwerkstatt Alte Mühle in der Lohstraße 13 stattfindet. Infos gibt es telefonisch unter 0 61 01/58 00 82 donnerstags von 14.30 bis 17.30 Uhr, per E-Mail an info@kunstverein-bad-vilbel.de oder direkt online über die Website www.kunstverein-bad-vilbel.de.

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