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Friedemann Kuhl zeigt, wie man die von ihm und Thomas Friesenhahn gesprochenen Infos herunterladen kann. FOTO: CF

"Die Lust am Schauen" auch zum Hören

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Bad Vilbel(cf). (Auf eine inspirierende Entdeckungsreise durch die Städte Venedig, Amsterdam und Frankfurt/Main lädt Künstler Thomas Friesenhahn Kunstfreunde, Städtetrip-Fans und Entdecker ab Freitag ein. "Alles nur Architektur oder die Lust am Schauen" ist Titel der Ausstellung des Kunstvereins Bad Vilbel, die erstmals dank seinem ehemaligen Kunstschüler am GBG, Friedemann Kuhl, mit Audio-Guide zu erleben sein wird.

Infos helfen bei der Suche nach Details

Das Duo vermittelt Wissenswertes zu den insgesamt 35 mittel- bis großformatigen Zeichnungen, Gouachen und Collagen von Thomas Friesenhahn. "Die Infos sollen nicht belehren, sondern beim Sehen, Betrachten und Entdecken von Details helfen", sagt Kuhl, der die Idee der unterhaltsamen Vermittlung hatte und den Audio-Guide erstellte. "Mit dem Smartphone lässt sich ganz einfach der QR-Code herunterladen und aktivieren und man hört mit seinem Kopfhörer beim Gang durch die Ausstellung den jeweiligen original Kommentar des Künstlers zu seinem Werk", kündigt Friedemann Kuhl an.

Wer es lieber klassisch mag, der findet neben jeder Zeichnung gedruckte Informationen. "Die Lust am Schauen" bedeutet das Gegenteil vom flüchtigen Blick. Wer die detailreichen Zeichnungen aufmerksam betrachtet, der "rekonstruiert" das Werk des Künstlers und macht viele Entdeckungen", sagt Thomas Friesenhahn.

Zu Venedig, Amsterdam und Frankfurt hat er eine enge Verbindung. In Venedig entdeckte er abseits des Touristentrubels in einer stillen Gasse für sich das Zeichnen vor Ort. In Amsterdam faszinieren ihn die Originalität und die starken, farbenfrohen Kontraste an den Fassaden der schmalen Kaufmannshäuser und Stapellager samt Kränen genauso wie figurenreiche Giebel.

Architektur "stets im Fluss"

In Frankfurt entdeckte der Künstler beim Bummel durch die historisch rekonstruierte Altstadt unter anderem Figuren aus dem 19. Jahrhundert, wie die vier mächtigen Atlanten, die die überdachte steinerne Brücke tragen, die den Römer mit dem alten Rathaus verbindet. Zwei Atlanten haben es ihm besonders angetan. Ein Lastenträger, der mit einer Geste um gerechten Lohn für seine harte Arbeit bittet, und ein vor Kraft strotzender Kerl, der mit Attributen des Genusses das Gegenteil verkörpert. Zu diesen Figuren gehört auch das Fabeltier Pegasus, das den Schutz der schönen Künste symbolisiert. "In Frankfurt erkennt man, das Architektur stets im Fluss ist. Rekonstruktionen wie auch modernen Bauten setzen aktuelle und in die Zukunft weisende Impulse im Stadtbild", sagt Friesenhahn.

Die Ausstellung von Thomas Friesenhahn "Alles nur Architektur oder die Lust am Schauen" in der Galerie Alte Mühle ist am Freitag, 14. Februar, ab 18 Uhr, Samstag, 15. Februar, und Sonntag, 16. Februar, jeweils von 12 bis 16 Uhr, Freitag, 21. Februar, von 16 bis 20 Uhr, sowie Samstag, 22. Februar, und Sonntag, 23. Februar, von jeweils 12 bis 16 Uhr zu sehen.

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