Gemeinsam mit Ortsvorsteher Herbert Anders (l.) hat sich Bürgermeister Thomas Stöhr das neue Baumbestattungsfeld auf dem Dortelweiler Friedhof angesehen. Beide drücken den städtischen Mitarbeitern ihren Dank aus. FOTO: PRIVAT
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Gemeinsam mit Ortsvorsteher Herbert Anders (l.) hat sich Bürgermeister Thomas Stöhr das neue Baumbestattungsfeld auf dem Dortelweiler Friedhof angesehen. Beide drücken den städtischen Mitarbeitern ihren Dank aus. FOTO: PRIVAT

Letzte Ruhe unter Bäumen

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Bad Vilbel(pm). Ein weites Feld, neu gepflanzte Bäume und ein Platz zum Gedenken, das ist das neue Baumbestattungsfeld auf dem Dortelweiler Friedhof. Ab sofort können Familien und Freunde ihre verstorbenen Angehörigen in einem der Gräber, die kreisförmig um die Bäume angeordnet sind, bestatten lassen, informiert die Stadt. Pro Urnenwahlgrab gibt es Platz für zwei Urnen. Das Baumbestattungsfeld sei ein langgehegter Wunsch des Ortsbeirats.

Gemeinsam mit dem Dortelweiler Ortsvorsteher, Herbert Anders, besuchte Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr das neue Bestattungsfeld noch vor der ersten Beisetzung und ließ sich vom städtischen Mitarbeiter Uwe Schnobl erklären, wie das Feld angelegt ist. "Die Bestattungskultur hat sich in den vergangenen Jahren enorm verändert. Immer weniger Menschen möchten in einem Tiefgrab zur letzten Ruhe getragen werden. Stattdessen wählen viele Menschen bereits vor ihrem Tod die Möglichkeit einer alternativen Bestattungsform. Auf unseren Friedhöfen bieten wir den Menschen viele Alternativen an und kommen somit den meisten Wünschen entgegen", erklärt Bürgermeister Stöhr.

Das neue Baumbestattungsfeld in Dortelweil bietet in einem Radius von zwei Metern um die Bäume Urnenwahlgräber an, in die jeweils zwei Urnen passen. In die Erde kommen nur vergängliche Urnen. Wer seinen Angehörigen Blumen, Gestecke oder Trauerschalen auf den letzten Weg mitgeben möchte, kann diese an einem Gedenkplatz ablegen, eine Bepflanzung der Grabstätte selbst ist indes nicht zulässig. Zudem ist es möglich, am Grab eine Grabplatte in den Rasen einzulassen, die dann mit den Namen und Daten der Verstorbenen graviert sind. "Jede Bestattungsform muss eine würdige Art des Gedenkens an die jeweils Verstorbenen darstellen. Das Baumbestattungsfeld tut dies in einer zurückhaltenden Art, die in ihrer Symbolik jedoch das ewige Leben zum Ausdruck bringt", sagt Stöhr.

Ortsvorsteher Anders bedankt sich bei der Friedhofsverwaltung und den Mitarbeitern der Stadt, die die Anregung des Ortsbeirats umsetzten. "Es war vielen Dortelweilern ein Bedürfnis, ein solches Baumbestattungsfeld auf dem Friedhof zu haben. Es ergänzt die bestehenden Bestattungsformen. Der Friedhof selbst ist stets gepflegt und das neue Bestattungsfeld erweitert den gepflegten und würdigen Zustand des Friedhofs noch einmal", sagt Anders.

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