Auguste Maria Karoline Moede Jansen feiert heute ihren 100. Geburtstag. Bis vor wenigen Jahren hat sie noch zu Bleistift, Pinsel und Farbe gegriffen.
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Auguste Maria Karoline Moede Jansen feiert heute ihren 100. Geburtstag. Bis vor wenigen Jahren hat sie noch zu Bleistift, Pinsel und Farbe gegriffen.

100. Geburtstag

Ein Leben für die Kunst

  • vonChristine Fauerbach
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Uta Moede Jansen feiert am heutigen Mittwoch ihren 100. Geburtstag. Bekannt geworden ist sie durch ihre Zeichnungen von Mutter Teresa. Ihre Werke sind Teil der Sammlung des Vatikans.

Ihre Werke hängen im Vatikan, in Los Angeles, in Kopenhagen, in Museen, Galerien und Privatsammlungen. Signiert sind sie meist schlicht mit »Moede Jansen« oder »Uta Moede Jansen«. Heute feiert die Malerin und Zeichnerin Auguste Maria Karoline Moede Jansen ihren 100. Geburstag.

Pinsel, Feder und Zeichenstift hat die Jubilarin zuletzt im Oktober 2019 in der Hand gehalten als sie Familienporträts zeichnete und malte.

Die Liebe zu Farben und Material entdeckte sie bereits als Kind. Ihr Vater war Inhaber einer Eisenwarenhandlung.

Nach fünfjähriger Gymnasialzeit und Schneiderlehre ging’s nach Frankfurt an die Städelschule, wo sie Modezeichnen mit Schwerpunkt Aktzeichnen lernte. In Wien studierte sie »Ausstattung für Bühne und Film«. Von Wien kehrte sie ins vom Krieg zerstörte Frankfurt zurück, wo sie heiratete.

1954 zog die Familie nach Bad Vilbel und baute sich am Gronauer Weg ein Haus, in dem die Jubilarin bis heute wohnt. Das große Grundstück bot Pferden, Schafen und Hühnern Platz. Uta Moede Jansen fand hier Zeit sich ihren Hobbys zu widmen: Wünschelrute laufen und gärtnern. Sie baute Tomaten, Salat, Gemüse, Kräuter und Kartoffeln an. Die Schafe wurden geschoren, die Wolle gewaschen, gesponnen daraus Pullover und Strümpfe gestrickt.

Bei all den Aktivitäten verlor sie die Kunst nie aus den Augen. »Das Malen machte mir immer viel Freude.« Uta Moede Jansen nahm sich regelmäßig Auszeiten von der Familie, um zu malen. Ihr Mann, der sich zu einem großen Kunstliebhaber entwickelte, öffnete »sein« Bad Vilbeler Amtsgericht jungen Künstlern für Ausstellungen.

Ausstellungen im Amtsgericht

Uta Moede Jansen gestaltete Bilder in Öl und Acryl, Zeichnungen, Grafiken, Werke mit Tusche und Porträts. Sie zeigte ihre Bilder in Ausstellungen in Deutschland, Europa und den USA. Den größten Teil ihrer Arbeiten brachte sie 2013 in die »Stiftung Moede Jansen« ein. Ziel ist es, »die Werke zu dokumentieren, zu präsentieren und zu bewahren«, sie zugänglich zu machen.

Zeitlebens hat sie ein Faible für Porträts. »Mein erstes Porträt für meine Dokumentationsreihe »Persönlichkeiten unserer Zeit« habe ich 1968 von Mutter Teresa gemalt«, erzählt die Künstlerin. Von der späteren Friedensnobelpreisträgerin malte sie bis 1996 vier Porträts.

Die vom Original erstellten Lithografien konnten Kunstliebhaber bei Vernissagen im Vilbeler Amtsgericht kaufen. 10 000 Mark kamen dabei zusammen. Damit sollte geholfen werden. Moede Jansen traf Mutter Teresa 1978 in Rom und konnte ihr den Erlös persönlich überreichen.

»Ich habe fast alle von mir Porträtierten getroffen. Von Verstorbenen dienten mir Fotos als Grundlage. Bei allen Porträts legte ich Wert auf einen Hintergrund mit Bezug zum Leben oder Wirken der Personen«, erzählt die Künstlerin.

Was sie zeitlebens geprägt hat ist ihr Glaube. Sie ist der katholischen Kirche tief verbunden. Vielfach reiste sie nach Rom, um sich mit bekannten weltlichen und geistlichen Persönlichkeiten zu treffen.

Sie griff zu Bleistift und Papier, um Päpste zu malen. Porträts von Benedikt XVI., Johannes Paul VII., seinem Pressesprecher Joaquin Navarro-Valls und dem Dalai-Lama sind entstanden. Ein Meditationsbuch von Georg Gänswein hat sie illustriert.

Zeichnungen in Vatikan-Bibliothek

Etwa 300 Zeichnungen ihrer Porträts von Würdenträgern stiftete sie der Vatikanisch Apostolischen Bibliothek. Sie kamen dort genau vor zehn Jahren zu ihrem 90. Geburtstag an.

Seither sind sie als eigenständige Sammlung des Grafikkabinetts der Vatikanbibliothek katalogisiert unter dem Stichwort: »Fondo Moede Jansen«. Allen Kunstwerken dieser Reihe ist gemein, dass sie die identische Größe haben und in einheitlicher Technik gestaltet sind.

»Es sind Köpfe und nicht Zustände, die die Welt gestalten. Es war mir ein Anliegen, die Ausstrahlung von Menschen, die etwas Besonderes in ihrem Leben geleistet haben, zeichnerisch festzuhalten.«

Schneiderlehre als Grundlage

Geboren wurde Auguste Maria Karoline Jansen am 27. Januar 1921 in Osnabrück. Aufgewachsen ist sie im westfälischen Greven. Sie absolvierte eine Schneiderlehre, ehe sie von 1941 bis 1943 die Frankfurter Städelschule besuchte, ab 1944 die Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Im Dezember 1945 heiratete sie Karl-Heinz Moede. Sein Beruf führte sie nach Bad Vilbel, wo er Direktor des Amtsgerichts wurde. Zur Familie gehören heute Sohn und Tochter mit Partnern, sechs Enkel und zwei Urenkel. cf

Geboren wurde Auguste Maria Karoline Jansen am 27. Januar 1921 in Osnabrück. Aufgewachsen ist sie im westfälischen Greven. Sie absolvierte eine Schneiderlehre, ehe sie von 1941 bis 1943 die Frankfurter Städelschule besuchte, ab 1944 die Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Im Dezember 1945 heiratete sie Karl-Heinz Moede. Sein Beruf führte sie nach Bad Vilbel, wo er Direktor des Amtsgerichts wurde. Zur Familie gehören heute Sohn und Tochter mit Partnern, sechs Enkel und zwei Urenkel. cf

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