John-F.-Kennedy-Schule

Langjähriger Schulleiter Peter Mayböhm gestorben

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Bad Vilbel trauert um Peter Mayböhm. Der langjährige Schulleiter der John-F.-Kennedy-Schule (JFK) ist in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November gestorben. Er verlor den langen Kampf gegen sein Krebsleiden.

Erst im Juni 2017 war Mayböhm in Vorruhestand gegangen. Ursprünglich hatte er noch ein Jahr länger als Rektor arbeiten wollen. Aber in den Osterferien 2016 wurde bei ihm die schwere Krankheit diagnostiziert. Nach mehreren Operationen kehrte er zurück. »Ich habe das letzte halbe Jahr gebraucht, um von meiner JFK, meinen 540 Schülern, 45 Lehrern und meinem Beruf Abschied nehmen zu können«, sagte Mayböhm damals.

Für ihn stand sein Beruf immer im Mittelpunkt. Von seinen Schülern wurde er geliebt, von seinen Kollegen geschätzt, von den Eltern geachtet. Selbst als Erwachsene, lange nach Ende ihrer Schulzeit, fragten seine Ex-Schüler ihn um Rat.

Bekannt war er vor allem für zwei Sprüche: Ein augenzwinkerndes: »Hör auf zu jammern!« und ein herzliches »Du schaffst das!«. Als Lehrer verstand er sich »als einen Dienstleister für Kinder und Eltern«. Seine Devise lautete: »Geht es den Kindern gut, dann geht es auch den Lehrern gut.«

Die Nachricht von Mayböhms Tod verbreitete sich in Bad Vilbel, wo der 66-Jährige bis zuletzt wohnte, wie ein Lauffeuer. Viele Ehemalige kamen tief bestürzt in die Schule, um ihr Beileid auszudrücken, wie Schulsekretärin Katja Körber berichtet. »Herr Mayböhm hatte ein großes Herz für Schüler, er kannte von jedem den Namen, war ein toller Pädagoge«, sagt sie. »Seine Schüler fühlten sich von ihm ernst genommen. Er hatte stets ein offenes Ohr für ihre Probleme, stützte und förderte alle, die dies benötigten. Dafür lieben sie ihn und zollen ihm großen Respekt.«

Auch die Schulleitung und das Kollegium erinnern sich an »einen Pädagogen mit Herz und Seele und offenem Ohr.« Seinen schottischen Humor und gute Stimmung zu verbreiten, sei sein Lebensinhalt gewesen. »Was uns bleibt, sind wunderbare Erinnerungen. Es war ’ne tolle Zeit, danke!«, heißt es in der Traueranzeige, welche die Schulleitung geschrieben hat.

Kollegin Claudia Kamm, Rektorin am Georg-Büchner-Gymnasium (GBG), sagt: »Peter Mayböhm war ein großartiger Pädagoge mit Herz, viel Humor und enormem Tatendrang und immer neuen Ideen. Bewundernswert in dieser Kombination. Immer zu einem Späßchen aufgelegt. Er konnte sehr hartnäckig sein – gerade wenn es um seine Schülerinnen und Schüler ging. Die hat er immer verteidigt und sich für sie eingesetzt, auch wenn es uns als Nachbarschulen mal nicht so passte«. Auch bei Unstimmigkeiten sei mit einem kurzen Gespräch alles wieder im Lot gewesen. Kamm: »Mit ihm konnte man einfach prima zusammenarbeiten.«

Kollegialer Vollblutlehrer

Lehrer Alexander André sagt: »Habe ich ehemalige Schüler getroffen, haben sie mich zuerst nach Peter Mayböhm gefragt. Auch im Kollegium war er sehr beliebt, hatte stets einen flotten Spruch parat, war immer sehr kollegial. Jungen Kollegen hat er eine tolle Einarbeitung geboten. Er hatte eine tolle Ausstrahlung.« In Erinnerung geblieben sei ihm aber auch, dass Mayböhm immer von seiner Ehefrau Ruth geschwärmt habe. Oft habe er auch aus dem Matthäus-Evangelium den Satz zitiert: »Einen guten Baum erkennt man an den Früchten, die er trägt und nicht an seiner Größe.«

Geboren ist Peter Mayböhm 1952 in Bad Nauheim-Schwalheim, aufgewachsen in Oberrad und Enkheim. Er bestand sein Abitur 1971 als Schüler des ersten Abi-Jahrgangs am GBG. Er studierte an der Frankfurter Goethe-Uni Kunst und Englisch für die erste Sekundarstufe.

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