Die lange Geschichte eines gescheiterten Projekts

Die Geschichte dieses Geschäftes mit dem chinesischen Investor Changqing Lu reicht bis in den April 2012 zurück. Damals hatte Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr mitgeteilt, chinesische Wirtschaftsführer hätten Interesse an Flächen im "Quellenpark".

Seit mittlerweile zehn Jahren versucht die Stadt, die Riesenfläche zwischen der S-Bahn sowie der Rodheimer- und der Homburger Straße sowie der Nordumgehung an verschiedene Investoren zu veräußern – nun erneut ohne Erfolg.

Der Investor hatte ein Großhandelszentrum geplant, in dem Waren für Großabnehmer hätten präsentiert werden sollen, sozusagen als "Schaufenster der Waren Chinas", wie der Stadtrat im Dezember 2012 gegenüber der WZ gesagt hatte. Minkel hatte den Kontakt zu den Chinesen geknüpft und sich in den vergangenen Monaten für das Projekt starkgemacht. Auch eine Dienstreise nach Fernost und der zweimalige Besuch einer chinesischen Delegation waren Teile dieser Bemühungen. Ende September, Anfang Oktober vergangenen Jahres ging es dann hin und her: Am 26. September 2013 meldete die WZ, das chinesische Handelszentrum komme nicht in den "Quellenpark". Bereits am 1. Oktober dann die Kehrtwende: Im Stadtparlament verkündete der Stadtrat, die Chinesen hätten zugesagt, die 45 Millionen Euro für den ersten Teilabschnitt im Gewerbegebiet "Quellenpark" überweisen zu wollen. Mitte November brachte Stöhr den städtischen Haushalt ins Parlament ein: Mit den 45 Millionen Euro an Einnahmen.

Am gestrigen 2. Januar dann das Aus für das Projekt: Minkel musste die Aufhebung des notariellen Vertrages verkünden. Auf die WZ-Anfrage, wann genau der Vertrag aufgekündigt worden sei, antwortete der Stadtrat: "In diesen Tagen". In seiner Pressemitteilung schrieb der Stadtrat, das Interesse auf chinesischer Seite sei aber ungebrochen.

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