Künftig zentrale Vergabe

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Bad Vilbel/Friedberg/Nidderau/Schöneck (pm). Die Stadtverordnetenversammlungen in Bad Vilbel, Nidderau und Friedberg sowie die Gemeindevertretung in Schöneck haben zugestimmt und damit den Weg frei gemacht für ein interkommunales Vergabezentrum. Nach den jüngsten Beschlüssen am Donnerstagabend in Friedberg soll dies nun gegründet werden, teilt die Stadt Bad Vilbel mit.

Das gemeinsame Vergabezentrum soll Prozesse optimieren und externe Kräfte für Auftragsvergaben künftig entfallen lassen. Sitz des gemeinsamen Vergabezentrums wird die Stadtverwaltung Bad Vilbel. Die Bürgermeister der Kommunen begrüßen die Beschlüsse der kommunalen Vertretungen und blicken optimistisch auf die künftige interkommunale Zusammenarbeit.

Dr. Thomas Stöhr für Bad Vilbel, Marion Götz, Erste Stadträtin von Friedberg, Gerhard Schultheiß für Nidderau und Cornelia Rück für Schöneck berichten über konstruktive Gespräche im Voraus. »Die Hauptamtsleitungen haben auf der Verwaltungsebene dieses Projekt sehr gut vorbereitet und ausgearbeitet.

Muster für das gemeinsame Vorgehen ist das Kommunale Vergabezentrum im Kreis Groß-Gerau, ein landesweites Modellprojekt, dessen rechtliche und organisatorische Grundlagen von Friedbergs Erster Stadträtin in das Projekt eingebracht wurden. In Zukunft werden alle Vergabeverfahren ab einem Auftragswert von 10 000 Euro zentral im Vergabezentrum durchgeführt«, erklären die Rathauschefs gemeinsam.

Halbtagsstelle wird ausgeschrieben

Da Vergabeverfahren einer gewissen Komplexität unterliegen und Beschaffungsprozesse einer hohen Qualität folgen sollen, ist die Zusammenarbeit auf mindestens fünf Jahre angelegt. »Es ist wichtig, hier von Anfang an eine Kontinuität zu erlangen. Daher sind fünf Jahre ein Mindestmaß an Zusammenarbeit. Wir sind jedoch sehr sicher, dass wir das gemeinsame Vergabezentrum auf Dauer einrichten werden«, führen die Bürgermeister und Friedbergs Erste Stadträtin weiter aus. Ein positiver Nebeneffekt der Mindestlaufzeit sei, dass damit auch die Voraussetzung zum Erhalt von Fördermitteln des Landes erfüllt ist.

Die Kosten für die Einrichtung und den Betrieb des interkommunalen Vergabezentrums werden auf die Kommunen aufgeteilt, so sollen anfallende Kosten durch einen Finanzierungsschlüssel umgelegt werden: Es gibt einen Sockelbeitrag für alle Kommunen sowie einen aufwandsbezogenen Beitrag, der sich nach der Einwohnerzahl richtet.

Wie Bad Vilbels Hauptamtsleiterin, Petra Steinhuber-Honus, berichtet, wird es am Standort des Vergabezentrums in der Stadtverwaltung Bad Vilbel eine personelle Aufstockung geben. »Wir werden eine zusätzliche Halbtagsstelle ausschreiben, um unser Team im Fachdienst echt, Vergabe und Beschaffung, zu verstärken«, so Petra Steinhuber-Honus.

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