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Kritik vom BUND an Kommission

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Bad Vilbel (pm). Der Ortsverband des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND) Bad Vilbel kritisiert die Arbeitsweise der Kommission für Umweltschutz, Land- und Forstwirtschaft. »Nach der ersten Sitzung der Kommission sind wir frustriert«, heißt es in einer Mitteilung des BUND. Bürgerinnen und Bürger hätten bei den Vorträgen von Hessen Forst dabei sein dürfen.

Bei der anschließenden Kommissionsrunde mit den Vereinen und Umweltverbänden mussten sie den Saal verlassen.

Wegen der Verschwiegenheitspflicht (§ 24 HGO) dürfen die Mitglieder der Kommission die Öffentlichkeit nicht über ihre Arbeit informieren. Nur aus dem Magistrat dürfe berichtet werden, damit besitze die Stadtregierung die alleinige Deutungshoheit, kritisiert der Umweltverband. Der BUND und andere geladene Mitglieder hätten keinen Einfluss auf die Agenda.

Mehr am Vilbeler Wald orientieren

Konkretes zum Bad Vilbeler Wald sei im öffentlichen Teil der Kommissionstagung mit Vortrages nicht angesprochen worden. Unterdessen schreite die Verlichtung des Stadtwaldes voran. »Die nächsten Bäume, darunter große und alte Eschen, sind bereits zur Abholzung markiert. Geschwächte Eschen erhalten keine Chance, sich zu regenerieren, obwohl das Wissen um ihre Erholungsfähigkeit bekannt sein müsste. Zudem sollen auch in diesem Winter weitere Buchen gefällt werden«, schreibt Petra Burgmann vom Bad Vilbeler BUND in der Mitteilung. Der Ortsverband fordert eine Waldbiotopkartierung, damit »es nicht wieder zu Fehlentscheidungen kommt wie bei dem Pflanzen von Küstentannen in einem Feuchtgebiet gegenüber der Totenwiese«. Dort sei eine jahrzehntealte Naturverjüngung einfach abgeholzt worden, lautet die Kritik der Naturschützer. Die Forderung, erst einmal keine weiteren Bäume zu fällen, bis das »nächste Forsteinrichtungswerk erstellt ist«, habe auf der Agenda der Kommission nicht platziert werden können.

Vortrag: »Wald im Klimawandel«

Ziel des Engagements des BUND sei Bürgerinnen und Bürger ermutigen, sich für den Bad Vilbeler Stadtwald einzusetzen. »Sie sollten mitbestimmen dürfen, wie ihr Wald behandelt werden soll. Denn am Anfang steht der Eigentümer, der festlegt, wie der Wald genutzt wird. Und die Eigentümer des Bad Vilbeler Waldes, der ein Kommunalwald ist, sind die Bürgerinnen und Bürger«, argumentiert die BUND-Ortsgruppe. Die Naturschützer möchten eine sachliche Diskussion, positive Beispiele aufzeigen und Fragen klären. Das sei beim nächsten Vortrag der Reihe »Wald im Klimawandel« mit Jörg Nitsch, am Freitag, 26. November, 19 Uhr im Sport- und Kulturzentrum Dortelweil möglich.

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