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Technologien vermitteln: Rinku Sharma erläutert SPD-Bundestagskandidatin Natalie Pawlik die Phliosophie seines Unternehmens.

Kleine Helden verändern Welt

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Bad Vilbel (pm). Technologien und digitale Möglichkeiten verändern sich ständig und werden immer umfassender. Daraus ergeben sich auch immer höhere Anforderungen an die Kompetenzen von Menschen, um in der digitalen Welt zurechtzukommen. Sei es in der Arbeitswelt oder im privaten Umgang mit Medien, der Mensch ist gefordert sich ständig weiterzuentwickeln.

»Schon in der Schule sollten Kindern und Jugendlichen die notwendigen Fähigkeiten im Umgang mit Digitalisierung und Technologien gelehrt werden«, findet die SPD-Bundestagskandidatin Natalie Pawlik.

Bei dem Besuch des Bad Vilbeler Start-ups techeroes informierte sich Pawlik zusammen mit dem Vorsitzenden der örtlichen SPD, Bernd Hielscher, und weiteren Bad Vilbeler Sozialdemokraten bei den Gründern und Brüdern Rinku und Ramesh Sharma über deren Angebote, die Eltern, Schulen und andere Bildungsträger nutzen können, um die Vermittlung von technologischem und digitalem Wissen von klein auf zu fördern.

Rinku Sharma, früher leitender Angestellter in einem Luftfahrtunternehmen, beobachtete nach eigenen Angaben bei vielen Kindern, dass sie Technologien und digitale Möglichkeiten konsumieren, ohne ein Verständnis dafür zu haben, wie diese tatsächlich funktionieren oder das technologische Hintergrundwissen zu lernen.

Dabei würden wichtige Kompetenzen verloren gehen, die für das digitale Zeitalter von enormer Bedeutung seien, zum Beispiel Stressresistenz und die Fähigkeit technische Probleme selbstständig zu lösen: »Wer glaubt, dass die Benutzung eines Smartphones schon Digitalisierung wäre, der hat es nicht verstanden. Wir haben uns deshalb aufgemacht und Angebote entwickelt, mit denen wir Kindern und Jugendlichen den ethischen Umgang mit Medien, Informatik, Robotik und die MINT-Fächer näherbringen«, erklärt Sharma. »Kinder können mit ihren ausrangierten, ferngesteuerten Autos zu uns kommen und dann überlegen sie, was daraus Neues, hilfreiches entstehen kann. Wir zeigen ihnen dann wie sie altes Spielzeug neu zum Laufen bringen können, danach bauen sie selbstständig. Das fördert die Kreativität, schafft Erfolgserlebnisse.«

Aus Altem entsteht Neues

Altes zu Neuem machen ist jedoch nur ein Bereich von techeroes. Das Unternehmen ist vielfältig aufgestellt und bietet neben Bildungsangeboten auch Beratungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sowie sogenannte Maker-Spaces (moderne Hobby- oder Bastelräume) an.

So entwickelten Jugendliche in den Räumen des Start-ups ein Mehrwegsystem für Mitnahmeessen (Takeaway), das bereits von einigen Restaurants in der Region genutzt wird. Von der Beschaffung der Verpackungen bis zum Entwickeln und Schreiben der Website-Applikationen - in jedem Arbeitsschritt waren die Jugendlichen involviert. Weitere Projekte, die in den Räumen des Start-ups entstanden sind bereits preisgekrönt. Auch in diesem Jahr stehen wieder mehrere Ideen aus Bad Vilbel im Halbfinale bundesweiter Ideen-Wettbewerbe.

»Als Gesellschaft müssen wir digitale Bildung offensiver vorantreiben, dabei sind alle politischen Ebenen gefragt. Ansätze wie die techeros müssen mehr unterstützt und in unser Bildungssystem vor allem an Schulen und Kitas integriert werden. Gute digitale Bildung darf kein Privileg sein. Nur wenn alle Kinder und Jugendlichen einen Zugang zu qualitativ hochwertigen digitalen Bildungsangeboten haben, stellen wir sicher dass aus technischer Innovation auch sozialer Fortschritt wird«, resümierte die SPD-Bundestagskandidatin.

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