Keine Ruhe am Ritterweiher

  • schließen

Seit kurz vor Weihnachten steht der Zaun. Der Ritterweiher im Süden der Bad Vilbeler Kernstadt ist damit sicherer geworden. Und auch am Zulauf ist viel geschehen: Der aus dem Wald kommende Graben wurde vertieft, das zum Weiher führende Rohr vergrößert. Überschwemmungen bei starkem Regen in den unterliegenden Straßen sollen so verhindert werden. Bei Spaziergängen haben Passanten die Neuerungen angeschaut – auch der SPD-Stadtverordnete Klaus Arabin. Doch was er nun am Ritterweiher sieht, hat ihn ein wenig erschrocken. "Es scheint, als würden hier womöglich neue Gefahrenpunkte geschaffen", sagt er.

Seit kurz vor Weihnachten steht der Zaun. Der Ritterweiher im Süden der Bad Vilbeler Kernstadt ist damit sicherer geworden. Und auch am Zulauf ist viel geschehen: Der aus dem Wald kommende Graben wurde vertieft, das zum Weiher führende Rohr vergrößert. Überschwemmungen bei starkem Regen in den unterliegenden Straßen sollen so verhindert werden. Bei Spaziergängen haben Passanten die Neuerungen angeschaut – auch der SPD-Stadtverordnete Klaus Arabin. Doch was er nun am Ritterweiher sieht, hat ihn ein wenig erschrocken. "Es scheint, als würden hier womöglich neue Gefahrenpunkte geschaffen", sagt er.

Gleich zwei hat er ausgemacht. Zum einen, dass der Weiher nicht komplett umzäunt ist. Und in den nicht umzäunten Bereichen könnten Kinder weiterhin zum Gewässer hinabklettern. Arabin zeigt die beiden Stellen: An einer müssten Dreikäsehochs durchs etwas lichtere Unterholz krabbeln. An anderer Stelle könnten sie, neben einem wohl schon etwas älteren Gitter, an Gebüsch vorbei, in den Weiher kommen.

Nicht nur das sei gefährlich, findet der SPD-Stadtverordnete. Denn sei ein Kind erst einmal in den Teich gefallen, werde seine Rettung schwierig. "Wenn jemand das zufällig sieht und helfen will, wird er kaum wissen, wie er in den Weiher gelangen kann", warnt Arabin. Denn der 300 Meter lange Metallzaun ist 1,80 Meter hoch.

Gitter am Rohreinlauf

Die nicht vollständige Umzäunung des Weihers erzeuge keine Gefahr, betont Stadtsprecher Yannick Schwander. "Das ist so mit der Versicherung abgestimmt." Im nicht umzäunten Bereich diene das Ufergebüsch als Barriere. Es sei hier so dicht, dass niemand einfach so in den Weiher gelangen könne.

Zum anderen befürchtet Arabin, dass das neue Zulaufrohr vom Graben zum Weiher eine Gefahr darstellen könne. "Es ist groß genug, dass da ein Erwachsener gebückt durchlaufen kann – und ein Kind sogar aufrecht." Dieser Bereich liege auch noch direkt neben dem Spielplatz. Das Gelände lade Kinder gerade zu Abenteuerspielen ein, fürchtet der Politiker. "Der Einlass steht schon seit mehr als 14 Tagen offen – derzeit ist er auf jeden Fall eine Gefahr", warnt Arabin.

Dieser Bereich ist noch per Bauzaun abgesperrt – wie auch einige Lücken im Ritterweiher-Zaun. "Die Baustelle ist witterungsbedingt noch nicht abgeschlossen", erläutert Schwander. Wann es weitergehe, sei vom Wetter abhängig. Aus dem Rathaus kommt zu Arabins Warnung ein beruhigender Hinweis: "Der Einlauf des Rohres wird noch mit einem Gitter verschlossen." Der Durchlauf sei im Sinn des Hochwasserschutzes ja extra vergrößert worden. In den vergangenen Jahren war mehrfach bei starkem Regen Wasser aus dem Wald hinabgeströmt. Es ergoss sich in die unterliegenden Straßenzüge, weil der Durchlass ins Rückhaltebecken zu klein und dabei auch noch oft verstopft war. "Ab gewisser Wassermengen wird sich das neue Gitter automatisch öffnen", erläutert Schwander. Dann könnten die Wassermengen ungehindert ins Rückhaltebecken fließen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare