DRK kämpft gegen illegalen Müll

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Seit Monaten schon sorgt das Problem für Unmut bei den Verantwortlichen des DRK Bad Vilbel. Sowohl am Rotkreuz-Heim in der Friedrich-Ebert-Straße als auch beim Kleiderladen in der Landgrabenstraße wird illegal Müll abgeladen. Die Rotkreuzler, eigentlich im Einsatz für die gute Sache, müssen Zeit und auch Geld investieren, um den Müll zu entsorgen.

Seit Monaten schon sorgt das Problem für Unmut bei den Verantwortlichen des DRK Bad Vilbel. Sowohl am Rotkreuz-Heim in der Friedrich-Ebert-Straße als auch beim Kleiderladen in der Landgrabenstraße wird illegal Müll abgeladen. Die Rotkreuzler, eigentlich im Einsatz für die gute Sache, müssen Zeit und auch Geld investieren, um den Müll zu entsorgen.

Als die Leiterin des Kleiderladens, Silke Zuschlag, kürzlich den Secondhand-Shop des Roten Kreuzes aufschließen wollte, glaubte sie ihren Augen nicht zu trauen. Eine völlig abgenutzte Mikrowelle und ein kaputter Bürostuhl standen dort vor der Tür des Ladens in der Landgrabenstraße. "Wir kriegen solche Sachen häufig vor die Tür gestellt", regt sie sich auf. Mit solchen Sachen ist Müll gemeint, der eigentlich auf den Wertstoffhof gehört. Aber aus Bequemlichkeit oder auch, weil sie die Gebühren sparen wollen, laden unliebsame Zeitgenossen ihren Abfall beim DRK ab.

Auch ein Leser hat sich kürzlich gemeldet. Allerdings hat er nicht den Kleiderladen im Auge, sondern das Grundstück des DRK-Heims in der Friedrich-Ebert-Straße. Dazu schreibt er: "Wer die Absicht hat, dem DRK Bad Vilbel Spenden in Form von Altkleidern zur weiteren Verwendung zu überlassen, wird sich an der Sammelstelle in der Friedrich-Ebert-Straße verwundert die Augen reiben."

Suche nach Hinweisen

Seit Monaten werde vor und neben den Containern der Platz illegal als Entsorgungsdepot für Haus und Sperrmüll genutzt. Dazwischen würden sich auch von Spendern, wegen der Überfüllung der Kleidercontainer, abgelegte Altkleider stapeln. Hinzu komme, dass Unbefugte nächtlich die Behältnisse aufreißen und durchwühlen. "Das DRK Bad Vilbel kümmert sich nicht um diese Angelegenheit", schreibt der Leser. Falsch, erwidert Silke Zuschlag. Das Problem sei bekannt, jedoch habe man es aufgrund von Nachahmern vermieden, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. "Wir sind die Opfer, nicht die Täter", betont sie.

Schon mehrfach habe man den Müll in den Wertstoffhof gefahren. Allerdings habe man ihn dort nicht kostenlos entsorgen können. Man habe dafür bezahlen müssen. "Das schädigt unsere Arbeit, weil es unser Geld kostet, das für unsere eigentlichen Aufgaben dann nicht mehr zur Verfügung steht", sagt die Bereitschaftsleiterin, die genervt ist vom Verhalten der unliebsamen Zeitgenossen.

Natürlich räume man die Plätze immer wieder auf. "Aber kaum dass wir aufgeräumt haben, liegt sofort wieder was da." Schon im eigenen Interesse beseitige man den abgelagerten Müll, sagt Zuschlag. "Wir packen den weg, damit es nicht so einen schlechten Eindruck macht." Zurzeit habe man schon einen Container voller Müll. Auch am Kleiderladen versuche sie ständig aufzuräumen. Denn die Kunden hätten das Personal schon darauf angesprochen. Sie könne den Unrat aber nicht entfernen und hole einige männliche Kollegen zu Hilfe. Das alles koste Zeit und Geld.

Zuschlag verweist darauf, dass das Grundstück an der Friedrich-Ebert-Straße mittlerweile der Stadt gehöre. Stadtsprecher Yannick Schwander sagt, man wisse, dass dort illegal Müll entsorgt werde. Das Problem sei "nicht ganz unbekannt". Solche illegalen Ablageorte gebe es allerdings auch an anderen Orten in der Stadt. Schwander nennt hier vor allem den Bereich zwischen der Landesstraße 3008 und dem Rewe-Markt in der Gottlieb-Daimler-Straße. Diejengien, die in der Stadt illegal Müll ablagerten, sollten sich aber nicht zu sicher fühlen, droht der Stadtsprecher. Denn der von den städtischen Mitarbeitern eingesammelte Müll werde auf Hinweise auf die Verursacher durchsucht.

"Könnte sein, dass wir da beispielsweise eine Quittung entdecken, die uns zum Täter führt." Die Mitarbeiter der städtischen Hilfspolizei würden sehr akribisch arbeiten. Im aktuellen Fall will die Stadt nun dafür sorgen, dass der Sperrmüll abgefahren wird. "Das müssen wir leider auf Kosten der Steuerzahler wegfahren."

Somit müssen nun alle Bad Vilbeler Bürgerinnen und Bürger für die Rücksichtslosigkeit der Unvernünftigen bezahlen.

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