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Hängten sich mächtig rein: Kinder, Eltern und Familien beim Sponsorenlauf.

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Jede Runde mindert Geldsorgen

  • VonNiklas Mag
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Bad Vilbel (nma). Nicht nur die Eventbranche und die Gastronomie sind wegen der Pandemie in Geldsorgen abgerutscht. Die Nachmittagsbetreuung der Ernst-Reuter-Schule hat ebenfalls große Probleme. Schüler, Eltern und Lehrer der Grundschule wollen helfen und veranstalteten deshalb einen großen Spendenlauf.

Mit über 160 Kindern in der Nachmittagsbetreuung führt der Förderverein der Ernst-Reuter-Schule eine der größten Betreuungseinrichtungen für Schüler in der Stadt. Täglich nach der Schule werden die Kinder hier verköstigt, nehmen an Nachmittags-AGs teil oder machen Hausaufgaben. »Allerdings ist die Betreuungsschule wegen Corona in eine finanzielle Schieflage geraten«, bedauert Gabriele Weiß.

Mittlere fünfstellige Summe fehlt

Die Schulleiterin der Ernst-Reuter-Schule blickt dennoch zufrieden auf die Rundbahn des SSV Heilsberg. Hier laufen die Schüler teils alleine, teils in großen Gruppen ihre Runden. Und jede Runde generiert Geld. »Im Grunde hatte der Verein Personalkosten und keine Einnahmen. Das muss irgendwie wieder aufgefangen werden. Wir hatten so einen Lauf schon vor Jahren mal organisiert. Das war ein riesiges Projekt damals«, erinnert sich die Schulleiterin. »Heute können wir das natürlich nicht ganz so groß machen, aber der Förderverein bringt sich toll ein mit Getränken, einer Tombola. Der gesamte Erlös geht an den Verein.«

Eine mittlere fünfstellige Summe fehlt der Nachmittagsbetreuung, weiß Jana Kukuk, Vorstandsmitglied. »In den Sommerferien hat sich das Problem zugespitzt. Wir haben generell viel weniger Kinder in der Betreuung als vor Corona, weil viele im Homeoffice sind und die Kinder deshalb nach der Schule nach Hause gehen können.«

Jetzt werde es richtig kritisch, fürchtet die Mutter. »Wir haben es so gemacht, wie auch die Kindergärten und die Beiträge während der Schließungen im Lockdown erlassen. Kindergärten bekommen das vom Staat zurück, wir hingegen fallen durch alle Raster.«

Glücklicherweise muss der Verein keine Miete für die Butreuung zahlen, diese findet direkt in den Schulräumlichkeiten statt. »Wir sind derzeit in Gesprächen mit der Politik, ob es nicht doch Förderungen für uns gibt. Da hoffen wir natürlich auch auf die neue Sozialdezernentin Ricarda Müller-Grimm«, erklärt Jana Kukuk. Sie sei glücklich über das Engagement der Schule an diesem Nachmittag. Auch die Eltern seien mit Begeisterung dabei, verkaufen Popcorn und Brezeln und organisieren die Tombola.

Bei strahlendem Sonnenschein aber angenehmen Wind überqueren immer mehr Schüler der Ernst-Reuter-Schule die Ziellinie zum wiederholten Mal und gönnen sich eine kurze Pause. Doch der Wille, so viel Geld wie möglich für die Betreuungseinrichtung zusammenzubekommen, scheint bei vielen Höchstleistungen hervorzurufen. So auch bei der achtjährigen Rebecca. »Ich habe neun Runden schon geschafft«, erzählt sie. »Meine zwei Patentanten, meine Eltern und meine Großeltern geben Geld pro Runde. Ich habe bisher 189 Euro erlaufen.« Dafür hat die Schülerin sich etwas Süßes mehr als verdient und begibt sich in Richtung Verkaufstische.

»Meine Frau ist auch sehr engagiert im Verein und deshalb sind wir heute alle mit großer Freude hier«, erklärt ihr Vater Ralf Sonntag. »Es ist schön, dass so viel los ist.«

Der Förderverein der Ernst-Reuter-Schule kann auch auf andere Arten unterstützt werden. Auf der Webseite des Vereins sind verschiedene Möglichkeiten aufgelistet. Wer viel und gerne online einkauft kann über amazon smile oder Schulengel mit jedem Einkauf kleine Spendengelder generieren. Auch eine Mitgliedschaft oder eine direkte Spende ist möglich. Weitere Informationen sind unter http://foerderverein-ers. com/ zu finden. nma

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