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Hereinspaziert! Gesine Otto freut sich, dass die Bühne in der Alten Mühle endlich wieder genutzt werden kann.

Im Kulturzentrum viel nachzuholen

  • VonNiklas Mag
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Das Theater Alte Mühle bereitet sich auf die 31. Saison vor, die im Spätsommer startet. Zwar lässt die Pandemie noch im Dunkeln, wie genau die Rahmenbedingungen für die Saison aussehen werden, doch Leiterin Gesine Otto ist dabei, eine bunte Saison zu organisieren, um den Vilbelern endlich wieder ein Angebot aus Musik, Kabarett und Kindertheater bieten zu können.

Gesine Otto, Leiterin des Theaters Alte Mühle, ist von den vergangenen Monaten mitgenommen. Bis auf wenige einzelne Termine war die 30. Saison des Vilbeler Theaters komplett der Pandemie zum Opfer gefallen. »Für die anstehende Saison gibt es viele Nachholtermine. Es sind viele Veranstaltungen dabei, die teilweise mehrfach wegen der Pandemie verschoben werden mussten, aber jetzt endlich und hoffentlich stattfinden können«, sagt die Leiterin. Otto plant zudem eine Handvoll Open-Air-Veranstaltungen. »In Kooperation mit der Verein Kirschberghütte hatten wir das in der vergangenen Saison so gemacht. Der Autor Dietrich Faber trat beispielsweise in den Streuobstwiesen auf und die Rückmeldungen der Besucher waren großartig«, sagt Otto.

Erneut wird Faber in diesem Jahr in den Streuobstwiesen auftreten, auch »Welthits auf Hessisch« und eine weitere Veranstaltung sollen unter freiem Himmel coronasicher stattfinden können. »Am 28. August findet zudem ein Theaterstück für Kinder auf dem Dottenfelderhof statt. Mit vorherigem Besuch der Hühnerställe«, freut sich Otto. Mit solchen Kooperationen habe die Alte Mühle ganz neue Möglichkeiten für ihr Programm, doch hat sich die Leiterin für das Kultur- und Sportforum in Dortelweil und natürlich das Theater Alte Mühle selbst ein reichhaltiges Programm überlegt. »Es wird alles vertreten sein. Vom politischen Kabarett bis zum Kindertheater. Allerdings werden wir in der kommenden Saison etwas mehr Musik im Programm haben«, kündigt sie an.

Wiedersehen mit Kabarettisten

Die Theaterleiterin hat das Gefühl, nach den dunklen Pandemie-Monaten ohne Konzerte sei Musik das benötigte Futter für die Seele. »Mit Pasquale Aleardi und den Phonauten haben wir einen Act in der Mühle, der schon in der Vergangenheit für Standing Ovations gesorgt hat«, erinnert sich Otto. Nessi Tausendschön, Bodo Bach und Arnulf Rating sind bekannte Kabarettisten, die in der kommenden Saison endlich die Alte Mühle wiedersehen. »Im November haben wir Eins-zu-Eins-Konzerte gemacht mit dem Frankfurter Opernorchester. Ich hoffe, dass das wieder möglich wird, egal ob die Pandemie noch einmal zuschlägt. Das ist aber noch nicht raus. Diese Konzerte waren aber wirklich bewegend.«

Eine leuchtende Erinnerung an eine sonst sehr düstere 30. Theater-Saison: »Leider beschränkte sich unsere Jubiläumssaison auf ein Video und ein Foto mit der Crew. Mehr konnten wir nicht machen, keine Feiern, Gratulationen nur im Stillen«, bedauert die Leiterin,

Blick nach vorn richten

Sie richtet den Blick aber gleich wieder nach vorn: »Es ist schön, Kulturinteressierten jetzt endlich wieder etwas bieten zu können.« Etwas mehr als 50 Leute dürfen mit Einhaltung der Abstandsregeln in die Alte Mühle. »Wir haben 100 Prozent Frischluftzufuhr im Theater und auch im Kulturforum in Dortelweil«, sagt Gesine Otto.

An Kreativität mangelt es Gesine Otto nicht. Ihre Planungen versprechen einen großartigen Theaterherbst und -winter. »Auch die Künstler sind allesamt so froh, dass es langsam alles etwas anzieht. Ich habe wegen den Nachholterminen vor einer Weile noch einmal alle abtelefoniert und die Freude ist wirklich riesig«, berichtet Otto.

Erwartungsvoll: Das Team der Alten Mühle hofft auf eine pandemiefreie 31. Saison im Kulturzentrum
Mitten in der Natur: Die Veranstaltungen in den Streuobstwiesen kamen bei Besuchern ausgesprochen gut an.

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