Drei verkleidete Menschen tanzen vor einer grünen Kulisse.
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Das Ensemble der Burgfestspiele bringt das » Dschungelbuch« mit viel Schwung auf der Bühne der Wasserburg.

Burgfestspiele

»Dschungelbuch«-Musical: Mowgli und Baloo der Bär tanzen in der Wetterau

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Das Publikum feiert die Musicalpremiere des »Dschungelbuchs« in der Wetterau. Die Abenteuer von Mowgli haben auch nach 127 Jahren nichts von ihrer Faszination verloren.

Bad Vilbel – Vorsicht! Gegen dieses Fieber ist kein Kraut gewachsen. Seit Pfingstsonntag grassiert das hochansteckende Dschungelfieber in der Wasserburg. Die Bühne der Burgfestspiele hat sich bei der Premiere des Musicals »Das Dschungelbuch« in eine exotische Kulisse verwandelt. Auch 127 Jahren nach der Entstehung des weltberühmten Klassikers von Nobelpreisträger Rudyard Kipling zieht das Abenteuer Zuschauer aller Altersklassen in ihren Bann. Erzählt wird die Geschichte über Freundschaft, die Grenzen überwindet, auf der Festspielbühne als schwungvolles Musical-Abenteuer für die ganze Familie von Regisseur Christian H. Voss, Regieassistentin Sara Niemeyer, dem musikalischen Leiter Philipp Polzin und Dramaturgin Ruth Schröfel.

»Dschungelbuch«-Musical in der Wetterau: Auf der Suche nach Identität

Die eingängigen Melodien stammen aus der Feder von Komponist Jan Radermacher. Die energiegeladenen Choreographien hat Kerstin Ried mit dem Ensemble einstudiert. Für das Dschungel-Ambiente zeichnet Ausstatterin Heike Meixner verantwortlich, die zusammen mit Monika Seidl auch die Kostüme auswählte. Mit Leben erfüllt wurde die fantasievolle Kulisse von den temperamentvoll singenden und schauspielernden Darstellern. Junge Zuschauer lernen bei der Musical-Inszenierung auf unterhaltsame Weise das Findelkind Mowgli (Lukas Schwedeck), seine Freunde, den strengen Panter Bagheera (Raphael Köb) und den tapsigen Bären Baloo (Boris Böhringer) kennen. Im Dschungel leben neben diesen beiden Tieren weitere wie die Schlange Kaa (Sonja Herrmann), der Tiger Shere Khan (Theresa Christahl), der Geier Chil (Krisha Dalke) und der Schakal Tabaqui (Janice Rudelsberger). Mowglis Familie ist ein Wolfsrudel zu dem seine Zieheltern Wolf Rama (Tobias Georg Biermann) und Wölfin Raksha (Ruth Fuchs) sowie Leitwolf Akela (Tamara Wörner) gehören.

»Dschungelbuch«-Musical in der Wetterau: Auch Affenkönig Lui ist dabei

In den Bergen leben in der Affenstadt Affenkönig King Lui (Theodor Reichardt) und seine Queen Ellie (Vanessa Weiskopf) mit ihrer dreisten Bande. Wölfe und Affen verkörpern zudem Lorena Mazuera Grisales und Julius Williams.

Schnell erfassten die jungen Zuschauer die unterschiedlichen Charaktere und Absichten der Dschungelbewohner. Sie verfolgen gespannt, wie Mowgli das Geheimnis der »roten Blume« nutzt, um seinen Gegner, Tiger Shere Khan, zu besiegen. Das Publikum ging mit Mowgli auf die Suche nach seiner Identität und nach Antworten auf Fragen nach der Bedeutung von Zugehörigkeit und Heimat.

»Dschungelbuch«-Musical in der Wetterau: Es gibt viel Applaus

Die Zuschauer spendeten reichlich Zwischenapplaus, honorierten so Soli, Tänze, Lieder und Szenen, klatschten im Takt der Musik. Dem Ensemble und dem Team hinter der Bühne dankten sie für die gelungene Inszenierung mit viel Applaus. Kritik gab es in einem Punkt von einer jungen Dschungelbuch-Liebhaberin: »Shere Khan war zu selten zu sehen.« Das einst speziell für die Burg-Bühne komponierte »Dschungelbuch« war das erste Musical, das Christian H. Voss inszeniert hat.

Der Regisseur erläutert, worauf es ihm ankommt: »Mir ist es wichtig, dass wir nicht so tierisch auf der Bühne sind. Deshalb orientieren wir uns beim Verhalten und den Kostümen eher an Menschen als an Tieren.« Seinen Anspruch definiert Voss so: »Mein Ziel beim Kindertheater ist es, dass sie zwei Stunden lang gebannt zuhören und eher still sind. Ich mag kein Mitmachtheater. Mir geht es um die Geschichte und nicht um billige Lacher. Wir erzählen die Geschichte, das ist Theater. Haben Kinder und Erwachsene gleichermaßen Freude daran, dann ist das im besten Sinne Familientheater«.

»Dschungelbuch«-Musical in der Wetterau: Abstand halten war kein Problem

Das Premierenpublikum genoss sichtlich die Festspiel- atmosphäre. Abstand halten war bei gerade einmal 200 Besuchern auf den Rängen kein Problem. Jeweils zwei oder drei Sitzplätze sind zudem durch Plexiglasscheiben getrennt. Auf den Plätzen kann so die Maske abgenommen werden. Der Eintritt in das Kartenbüro sowie die Toiletten ist wie bereits im vergangenen Jahr über Go- und Stop-Anzeigen geregelt. (Christine Fauerbach)

Tickets für das Musical können – solange verfügbar – auf der Webseite der Burgfestspiele gekauft werden.

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