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Ein Ort des Rückzugs für Hessentagsbesucher wird auf dem Parkplatz der St.-Nikolaus-Gemeinde entstehen. Damit der Paradiesgarten gedeihen kann, bittet Pfarrer Herbert Jung Fußgänger und Hundehalter nicht über die Beete zu laufen.

Für den Hessentag

Hunde im Paradies ärgern den Pfarrer

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Ein Paradiesgarten möchte die Sankt Nikolaus-Gemeinde auf ihrem dem Parkplatz für den Bad Vilbeler Hessentag errichten. Momentan sind die Macher genervt: Die Beete werden zertrampelt.

Und wieder muss Herbert Jung sich ärgern, denn der Pfarrer der Sankt Nikolaus-Gemeinde steht vor den frisch eingesäten Beeten, sieht aber keine wachsenden Pflanzen, sondern vor allem Fußspuren. "Das Auto steht mit einem Reifen auf dem Beet und der Fahrer ist dann offensichtlich quer durch gelaufen", sagt der Pfarrer genervt. Seine Gemeinde hat mit dem Parkplatz zwischen Gemeindehaus und Pfarrhaus einiges vor. Hier soll zum Hessentag ein Ruhepol entstehen. "Wir wollen den Parkplatz umwandeln in ein Pflanzenparadies. Dieser wird für die Dauer des Hessentages gesperrt", kündigt Jung an.

Doch Pflanzen wachsen nicht über Nacht, weshalb jetzt schon einige gesät worden seien. "Ein Feigenbaum steht hier und die kleinen Beete werden üppig bepflanzt. Außerdem stellen wir zusätzlich noch Blumenkästen auf." Im besten Fall sehe der Parkplatz zum Hessentag nicht mehr wie ein Parkplatz aus, sondern wie ein kleines Paradies. "Das bietet sich an, denn wie im biblischen Paradies, so steht auf unserem Parkplatz ein großer Baum genau in der Mitte", sagt Jung. Die Gemeinde habe zur Gestaltung der Beete Pflanzen ausgewählt, die bereits zu biblischen Zeiten in Israel gewachsen sind.

Gewächse gespendet

Das Frankfurter Garten-Center "Sunflower" habe einige Gewächse gespendet. "Und vielleicht können wir sogar noch ein Wasserspiel integrieren", überlegt der Pfarrer. Sitzmöglichkeiten sollen den Garten zum Hessentag abrunden. Die Sankt-Nikolaus-Gemeinde habe lange überlegt, wie sie sich beim Hessentag präsentieren könne. Schließlich ist die Lage von Kirche und Gemeindehaus perfekt. Direkt gegenüber der Wasserburg, liegt das Areal damit an der Schnittstelle zwischen dem nördlichen Teil des Hessentagsareals - den Ausstellungsflächen entlang der Nidda - und der Hessentagsstraße in der Innenstadt. "Ich weiß nicht, ob eine Kirchengemeinde jemals so eine gute Lage bei einem Hessentag hatte. Diese Chance wollen wir nutzen." Zusätzlich zum Paradiesgarten plant die Nikolaus-Gemeinde Programmpunkte in der Kirche und dem Gemeindehaus, wobei der Pfarrer noch nicht zu viel verraten möchte: "Wir stecken da noch in den Planungen und möchte außerdem die Spannung noch etwas steigern." Doch kommt Jung dann wieder zum Problem zurück. Denn die guten Absichten der Gemeinde helfen nichts, wenn die Beete nicht geschont werden. Der Parkplatz der Gemeinde bietet eine Abkürzung zwischen Kurpark und Schulstraße, wird daher von vielen Hundehaltern frequentiert, die mit ihrem Vierbeiner nach einem Ausflug in den Park zurück nach Hause wollen. "Die Hunde wühlen in den Beeten und die Fußspuren zeigen, dass nicht nur Hunde durch die Beete hindurch laufen." Absperrbänder und persönliche Hinweise des Pfarrers sollen für Besserung sorgen, denn sonst sieht die Gemeinde keinen anderen Ausweg, als den Parkplatz jetzt schon zu sperren. "Das möchten wir nicht, aber wenn es nicht anders geht, ist es die einzige Möglichkeit", sagt Jung. Damit die Pflanzen im Bad Vilbeler Paradiesgarten gedeihen können.

Am heutigen Montagabend veranstaltet die Sankt-Nikolaus-Gemeinde einen Martinszug für Kinder. Los geht es um 17 Uhr in der Kirche mit einem Gottesdienst, in dem ein Martinsspiel von Kindern aufgeführt wird. Danach läuft der Laternenzug durch den Kurpark, mit Sankt Martin hoch zu Pferde an der Spitze. Begleitet wird der Zug musikalisch von der Stadtkapelle bis zur Kita der Gemeinde an der Lohstraße. Dort soll dann der Abend am Feuer und mit vielen Liedern ausklingen. (nma)

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