Länger gesperrt

Homburger Straße bleibt länger gesperrt

  • Holger Pegelow
    vonHolger Pegelow
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Auf der wichtigsten Verbindungsstraße zwischen der Kernstadt Bad Vilbel und Massenheim sowie dem Anschluss an die B 3 müssen sich Autofahrer noch länger auf Bauarbeiten einstellen.

D ie Tiefbauer haben nicht schlecht gestaunt: Nachdem die Straßendecke der Homburger Straße vor der B 3-Brücke aufgebrochen war, tauchten Leitungen und Rohre auf, die dort nicht liegen durften. »Andere Kabel, die man laut der Pläne finden sollte, waren erst an anderen Stellen zu finden, sodass zusätzliche Arbeit nötig war«, sagt der Fachdienstleiter Tiefbau, Matthias Bremer. Seine Überraschung ist verständlich, denn er arbeitet hier mit veralteten Plänen. »Die Bestandspläne sind teilweise sehr alt und aus der Entstehungszeit der Homburger Straße in ihrem ursprünglichen Zustand. Anscheinend wurden diese nicht fortlaufend oder falsch aktualisiert. Dies führt für uns nun zu Verzögerungen«, betont Bremer.

Wetter spielt nicht mit

Es kam auch im Tagesgeschäft immer wieder zu Problemen. Traf ein Bagger auf eine unbekannte Leitung, musste mit der Handschaufel weitergegraben werden. »Eines Tages sind wir auf einen Strang an Telekom-Kabeln getroffen«, berichtet Bremer der WZ. Dann habe man das ganze Bündel »sehr vorsichtig gehoben und darunter behutsam weitergearbeitet«. Erst vor Kurzem traf man im letzten Bauabschnitt auf einen großen Regenwasserkanal quer unter der Straße, »den wir dort gar nicht vermutet haben«.

Doch auch das unbeständige Wetter macht der Experte für die abermalige Verzögerung verantwortlich. »Seit 2009 konnten wir stets ohne Unterbrechungen bis Weihnachten bauen, da wir keine zu kalten Tage und vor allem keinen Schnee hatten. Leider hat uns das Wetter in diesem Jahr mehrfach einen Strich durch die Rechnung gemacht. Im Sommer führte häufiger Regen zu Verzögerungen.« Erst am Montag dieser Woche hätten die Arbeiten unterbrochen werden müssen, weil die Arbeiter aufgrund der starken Regenfälle »Schrumpelfinger« hatten, berichtet Bremer der WZ.

Grundstückszufahrten sind möglich

Die Sanierung der Homburger Straße kann also nicht, wie geplant, zum Jahresende abgeschlossen werden. Ursprünglich hieß es sogar mal, die Arbeiten sollten bis Juni dauern. Jetzt peilt man Frühjahr 2018 an, wenn das Wetter mitspielt. Für die kommende Zeit sieht Bremer dennoch kein Problem auf die Anlieger zukommen. »Die Zufahrt zu allen Grundstücken wird jederzeit gewährleistet sein. Wir werden zudem die Ein- und Ausfahrten asphaltieren, so dass diese deutlich angenehmer zu befahren sind. Egal wo man hin möchte, man wird dies können.«

Letztlich zeigt sich der Tiefbauamtsleiter jedoch zufrieden. Man habe fünf der sechs Bauabschnitte »in einem hochkomplexen Bereich gut durchgeführt, und das ohne eine Vollsperrung vollziehen zu müssen«. Zudem seien alle Funktionen aufrechterhalten worden. Die Anlieger hätten stets Wasser und Telefon gehabt. »Und wenn man mal keinen Arbeiter gesehen hat, lag das daran, dass die zeitweise in sieben Metern Tiefe gearbeitet haben.«

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