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Er hilft, wenn’s in der Schule klemmt

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Von: Christine Fauerbach

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Kein Bock auf Schule? Schlechte Noten? Stress mit einem Lehrer oder den Mitschülern? Nicht nur vor den Zeugnissen, sondern das ganze Jahr haben Schüler und Eltern die Schule betreffend Gesprächsbedarf. Hier setzt das neue Angebot der Selbsthilfekontaktstelle der Bürgeraktive Bad Vilbel an. Peter Mayböhm, der langjährige Schulleiter der J.-F.-KennedySchule, bietet eine offene Sprechstunde an.

Kein Bock auf Schule? Schlechte Noten? Stress mit einem Lehrer oder den Mitschülern? Nicht nur vor den Zeugnissen, sondern das ganze Jahr haben Schüler und Eltern die Schule betreffend Gesprächsbedarf. Hier setzt das neue Angebot der Selbsthilfekontaktstelle der Bürgeraktive Bad Vilbel an. Peter Mayböhm, der langjährige Schulleiter der J.-F.-KennedySchule, bietet eine offene Sprechstunde an.

»Wenn Ihnen die Schule über den Kopf wächst«, nennen Mayböhm und Eva Raboldt von der Beratungsstelle ihr Angebot. Es richtet sich an Schüler, die sich durch Leistungs- oder Sozialverhalten in einer schwierigen Schulsituation befinden, und deren Eltern. »Bei unserer für alle Betroffenen offenen Sprechstunde handelt es sich um ein kostenfreies Angebot für alle Bürger mit Motivation, Analyse und Beratung«, erklärt Raboldt. Es könne unter dem Dach der Bürgeraktive angeboten werden, weil Peter Mayböhm ehrenamtlich berate. »Die offene Sprechstunde ist als Ergänzung zu schulischen Angeboten gedacht«, erklärt der Pädagoge. Für den Erstkontakt samt Sondierungsgespräch veranschlagt das Team pro Teilnehmer bis zu 15 Minuten.

Vertrauliche Gespräche

»Bisher gibt es eine Beratung zu diesem Thema und in dieser Form in Bad Vilbel noch nicht«, sagt Raboldt. Zudem fragten Eltern bei der Bürgeraktive häufig nach Beratungsangeboten. »Sollte Interesse bestehen, dann würden wir auch eine Elternselbsthilfegruppe initiieren.«

»Meistens ist ein tiefer liegendes Problem Ursache dafür, wenn ein Kind es in der Schule nicht geregelt bekommt«, sagt Mayböhm. Sein Vorteil liege bei den Gesprächen mit Schülern und Eltern darin, dass er neutral ist. »Oft drehen sich die Gespräche zwischen Eltern und Kindern im Kreis.« Mayböhms Motto lautet: »Wenn es den Schülern gut geht, geht es auch den Lehrern und Eltern gut.«

Aus seiner langjährigen Praxis weiß der Pensionär, dass viele Eltern noch immer bei Beschwerden in der Schule befürchten, dass diese »auf mein Kind zurückfallen«. Deshalb wünscht sich Peter Mayböhm, dass die Eltern in den vertraulichen Gesprächen mit ihm ihre Hemmungen ablegen. »Ich bin ein intimer Kenner des Schulsystems, bin gut vernetzt, besitze eine qualifizierte Ausbildung, habe eine große Berufserfahrung, Persönlichkeit und hoffe, den Rat suchenden Gesprächspartnern wichtige Impulse geben und helfen zu können.«

Vor allem, weil die psychologische Ebene Mayböhm schon immer interessiert und er sich für diese Fragen fort- und weitergebildet hat. »Die Sprechstunde ist offen für Schüler und Eltern aller Schulformen. Wir bieten im Gespräch Lösungen zu Schulproblemen aller Art, bei Übertritten von der Grundschule zur weiterführenden Schule und zu Schule allgemein an«, sagt Raboldt. Geplant sind die Sprechstunden an jedem zweiten und vierten Mittwoch im Monat von 16 bis 18 Uhr, außerhalb der Schulferien. »Bis zu den Sommerferien sind es noch drei Termine, im Herbst ist eine Fortsetzung geplant.« Sollten sich aus den kostenfreien Erstberatungen Einzelgespräche in Form individueller Beratungen ergeben, dann würde eine 50-minütige Sitzung 45 Euro kosten.

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