Die Fläche, auf der die Hessentagsarena entstehen wird, ist mit Holzpflöcken zur Vergrämung der Tiere versehen.
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Die Fläche, auf der die Hessentagsarena entstehen wird, ist mit Holzpflöcken zur Vergrämung der Tiere versehen.

Hessentgasarena

Hessentag Bad Vilbel: Tiere müssen weichen

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Für den Hessentag in Bad Vilbel werden seit Monaten Vorbereitungen getroffen. Nun müssen Tiere für die Hessentagsarena weichen.

Derzeit werden auf zwei Flächen in der Stadt Vergrämungsmaßnahmen eingeleitet, um Tiere zum Umsiedeln in ein Ersatzhabitat zu bewegen. Auf der Fläche im Quellenpark, auf der die Hessentagsarena errichtet wird, werden momentan bis Ende Mai Tiere dazu bewogen, ein neues Domizil aufzusuchen. Dieses Domizil ist als Habitatfläche bereits angelegt. Auch auf der Fläche »Zu Obernholz« werden Maßnahmen eingeleitet.

Wer derzeit auf der B3 an Bad Vilbel vorbeifährt, der erkennt auf der Fläche, auf der im Juni die Hessentagsarena stehen wird, dass auf fünf Hektar etwa kniehohe Holzpflöcke mit Flatterband stehen. Ähnliches gilt für die Fläche »Zu Obernholz«. Diese Pflöcke sind Teil der Vergrämungsmaßnahmen, die durchgeführt werden. Ziel ist, dass Tiere, die hier leben, sich ein Ausweichdomizil suchen und keine Neuansiedlungen von Tieren vorgenommen werden.

Hessentag Bad Vilbel: Ersatzhabitat angelegt

»Wer nun denkt, dies sei mit Tierschutz nicht vereinbar, der irrt«, teilt die Stadt mit. »Im Zuge der Maßnahmen wurde bereits ein Ersatzhabitat angelegt, das sich auf der gegenüberliegenden Seite der B3 befindet und somit in der Nähe der Fläche im Quellenpark. Vergrämungsmaßnahmen sind in diesem Zuge daher auch nicht ungewöhnlich.« Man müsse Tiere so nicht umsiedeln, sondern bewege sie selbst dazu. Das Ersatzhabitat ist mit einem Wildschutzzaun gesichert, um die umgesiedelten Tiere zu schützen.

Die Holzpflöcke mit den Flatterbändern sind nur ein Teil der Maßnahme. Bis Mai werden die Flächen mit Hunden begangen, die nach weiteren Tieren suchen und diese durch ihre Anwesenheit verjagen, »dies ist ein natürlicher Instinkt und damit eine weitere gängige Maßnahme«. Darüber hinaus werden die Flächen mit einem »Duftstoff« versehen, welcher Tiere zum Umsiedeln bewegen soll und andere Tiere davon abhält, auf diesen Flächen zu siedeln.

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