Herta Schweden mit Ehrennadel ausgezeichnet

Bad Vilbel (cf). "Durch die Neugründung des Ortsbeirates Heilsberg 1996 erlebte das politische Leben im Stadtteil einen deutlichen Aufschwung. Heute ist die Bürgerbeteiligung sehr lebendig. Die Bedeutung der Arbeit der Ortsbeiräte und ihre Durchsetzungskraft hängt jedoch von den Mitgliedern ab", sagte Erster Stadtrat Jörg Frank.

Er zeichnete bei der jüngsten Sitzung im Georg-Muth-Haus Herta Schweden mit der Ehrennadel in Silber aus. Die Geehrte ist ein politisches Schwergewicht des Stadtteils. Vom März 1997 bis Juni 2012 setzte sich die 81-Jährige für die Heilsberger ein. Unter anderem von 1997 bis 2011 als stellvertretende Vorsitzende des Ortsbeirates, in dem sie 15 Jahre lang ehrenamtlich wirkte. Großen Wert legt die gebürtige Bornheimerin auf gute Manieren. "In der politischen Auseinandersetzung kann man in der Sache hart sein und seinen Standpunkt vertreten, ohne Politiker anderer Auffassung persönlich zu beleidigen." Diese Einstellung brachte ihr Ansehen bei Kommunalpolitikern aller Couleur ein. Die politische Nullstunde von Schweden schlug Mitte der 1970er-Jahre. Da fand sie im Briefkasten ihres Reihenhauses einen Handzettel von Horst Schäfer, der engagierte Bürger zur Gründung eines Ortsbeirats suchte. Schweden fühlte sich angesprochen. "Ich war bereits als Jugendliche sozialdemokratisch geprägt", sagte das Vorstandsmitglied des SPD-Ortsbezirks Heilsberg. Zusammen mit einer Handvoll Bürger, darunter Norbert Feuchter, gründete sie den Ortsbeirat Heilsberg. "Ich freue mich über meine Ehrung, hätte sie auch Norbert gewünscht", sagte Schweden.

Sie ist Mitglied bei den Senioren der SPD-AG 60plus. In die Partei trat sie vor 16 Jahren ein. Seit über 30 Jahren ist die ehemalige Mitarbeiterin der AEG Mitglied der IG-Metall und AWO. Ende der 1980er-Jahre ging Schweden in den Ruhestand. Ihre politischen Vorbilder sind Willy Brandt, und Egon Bahr. "Mein politisches Engagement hält mich geistig fit. Ich nehme an allem Anteil." Und aus diesem Grund kündigte sie an, öfter als Besucherin den Sitzungen des Ortsbeirates beizuwohnen. Getreu ihrer Devise, "man muss mit der Zeit gehen, sonst bleibt man stehen", setzt sie sich seit 16 Jahren für einen Jugendtreff auf dem Heilsberg ein. Sie wünscht sich für die Kinder und Jugendlichen einen Streetworker und Streifen, die abends kontrollieren. Ein besseres ÖPNV- Angebot und ein gutes Umfeld für alle Heilsberger trotz der ständigen Bauverdichtung sind weitere Punkte.

Jetzt hat Schweden, die Akkordeon spielt und Musik von Gershwin liebt, mehr Zeit für Hobbys. Sie geht zur Senioren-Gymnastik, reist und liest gern und ist Fan der Burgfestspiele sowie der Frankfurter Eintracht.

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