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Herbstfest auf dem Dottenfelderhof

Bad Vilbel (cf). Äpfel und Kürbisse, Süßen, Blüten und Beeren, Pferde, Hühner, Kühe – viel zu genießen und entdecken gab es beim Herbstfest auf dem Dottenfelderhof. Die Betriebsgemeinschaft hatte für ihre vielen Gäste ein spannendes Mitmach-Programm rund ums Ernten, Keltern, Säen, Backen und Gestalten ausgedacht.

Da wurde unter dem Motto »Zukunft säen« Roggen ausgesät, es wurden Kartoffeln mit einer von einem Pferd gezogenen Kartoffelschleuder und Kürbisse mit der Hand geerntet, Äpfel aufgesammelt. Aus Kürbissen schnitzten die Kinder auf dem großen Steintisch im Hof lustige Kürbislaternen. Andere Besucher, wie die Bad Nauheimer Dominic Frischknecht mit Sohn Lenny (3) und Meikel Kammer mit Tochter Lilli (5) wollen mit den leuchtend orangen Kürbissen ihr Zuhause herbstlich dekorieren. Kinder drehten abwechselnd mit den beiden Kelterern Wolfgang Lazar und Jürgen Pfeiffer Äpfel durch die Apfelmühle. Der aus der Maische gewonnene Süße schmeckte den jungen Helfern sehr gut. Gern setzten sie die Aufforderung der beiden Kelterer »Trinkt mehr Obst!« in die Tat um.

Strohbetten für die Kühe

Zöpfe, Brezeln und Herzen formten am Stand von Beate von Mackensen und ihren Helfern Kinder aus zehn Kilogramm Hefeteig. Ihre mit Namensschildern versehenen »Erntekränzchen« verzierten sie je nach Vorliebe mit Kürbis- oder Sonnenblumenkernen, Sesam oder Mohn. Die Bleche zum großen Ofen im Backhaus und wieder zurück zu den jungen Bäckern trug Landbauschüler Matthias aus Argentinien. Großer Andrang herrschte beim »Strohbett machen« für die Kühe und Rinder sowie beim Füttern der Hühner.

»Ein Huhn frisst täglich 140 Gramm, davon 20 Gramm Körner«, informierte Landwirt Jürgen Feller. Auf dem Dottenfelderhof leben zurzeit nur 800 statt 1450 Hühner in zwei Völkern. Eins im Garten und eins auf einer Wiese rund ums Hühnermobil, das gerade umgebaut wird. Jeder Besucher erhielt 20 Gramm Weizenkörner, mit denen er die aufgeregt gackernde und krähende Schar füttern konnte.

Am Binden von Herbstkränzen hatten Kinder wie Erwachsene großen Spaß. Landwirtin Ebba Bauer hatte mit ihren Helferinnen über 70 Körbe Bastelmaterial in Form von Blüten, Beeren, Buchsbaumzweigen, Rainfarn, Schafgarbe, Eberesche, Strohblumen, Staticen (Strandflieder) und Buschrosen vorbereitet. Besucher wie die Frankfurterin Clara Marianov banden aus den roten, gelben, weißen, blauen und grünen Blüten, Beeren, Blumen und Zweigen mit ihren Kindern Lukas, Felix und Daniel Kränze für die eigene und die Eingangstür ihrer Oma. »Ich war bereits als Kind regelmäßig zu Besuch auf dem Dottenfelderhof. Damals gab es noch keine Feste und Führungen, aber Kühe und Schweine. Das war toll. Meine Kinder lieben den Hof, und wir kommen regelmäßig her«, erzählte die Mutter. Die achtjährige Frankfurterin Josefine trug ihren farbenfrohen Kranz als Kopfschmuck: »Das Kränze flechten und das Erntekränzchen backen gefallen mir am besten«, befand sie.

Die Ernte auf der Zunge zergehen lassen konnten sich die Herbstfestbesucher mit Quetschen- und Quittenkuchen, bei Möhren-, Gemüse- und Kartoffelverkostungen, Waffeln und Grillwürstchen.

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