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Ersthelfer

Held des Tages: Mann rettet Unfallfahrer auf B3 das Leben

  • Ines Dauernheim
    VonInes Dauernheim
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Nach dem schweren Unfall am Dienstagmorgen zwischen Karben und Bad Vilbel ist klar: Ein Ersthelfer hat durch seinen vorbildlichen Einsatz dafür gesorgt, dass einer der Beteiligten nicht ums Leben kam.

Zu dem Unfall kam es gegen 6.40 Uhr. Aus gesundheitlichen Gründen vermutlich in Folge eines Infarkts verlor der 36-jährige Fahrer eines Opel Astra aus Hattersheim das Bewusstsein. In diesem Moment war er gerade mit seinem Wagen auf der B 3 von Bad Vilbel in Richtung Karben unterwegs. Der Wagen geriet daraufhin in den Gegenverkehr. Dort prallte er frontal gegen den Dacia einer 38-jährigen Karbenerin. Der 45-jährige Fahrer eines Opel Insignia aus Kiedrich, der hinter der Karbenerin in Richtung Frankfurt fuhr, konnte der Unfallstelle nicht mehr ausweichen und prallte ebenfalls gegen den Opel Astra.

Geistesgegenwärtig zog der 43-jährige Beifahrer im Astra den bewusstlosen Fahrer aus dem Wagen und leistete bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe, um ihm so das Leben zu retten.

Die Fahrerin des Dacia musste von der Bad Vilbeler Feuerwehr aus ihrem Auto befreit werden, da sie mit ihren Beinen im Wagen eingeklemmt war. Alle vier Fahrzeuginsassen wurden bei dem Unfall verletzt, wobei am Dienstagmittag über die Schwere der Verletzungen noch keine genauen Erkenntnisse vorlagen.

Rettungsgasse dicht

Wegen der vier Verletzten, sei es nötig gewesen, dass weitere Rettungsfahrzeuge zur Unfallstelle kommen mussten. Für diese gestaltete sich nach Angaben des Feuerwehreinsatzleiters Mario Migdalski die Anfahrt schwierig, da die Rettungsgasse nach dem die ersten Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst diese passiert hatten, zugestellt worden sei. Die Feuerwehr wurde gegen 6.47 Uhr alarmiert. 27 Feuerwehrleute rückten aus. Ihre erste Aufgabe sei es gewesen die eingeklemmte Verletzte aus ihrem Wagen zu befreien, dabei setzten sie Rettungsschere und Spreizer ein. Außerdem klemmen die Feuerwehrleute routinemäßig bei den Unfallwagen die Batterien ab, damit es zu keinem Fahrzeugbrand kommt. Anschließend galt es die Unfallstelle aufzuräumen, Bindemittel auszustreuen und zu kehren. Die am Unfall beteiligten Autos mussten abgeschleppt werden. Am Astra und dem Dacia entstand jeweils ein Totalschaden. Die Fahrbahn konnte gegen 08.30 Uhr wieder komplett freigegeben werden.

Zwischen dem Knoten 0 bei Kloppenheim und dem Preungesheimer Dreieck bei Frankfurt kam während der Sperrung es zu erheblichen Behinderungen. Der Stau löste sich nur langsam auf.

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