"Gut angefangen"

Bad Vilbel (aho). Mit der Landratswahl habe das Jahr für die Wetterauer und die Bad Vilbeler SPD gut angefangen, frohlockte der örtliche Vorsitzende Udo Landgrebe, der am Sonntagmittag zahlreiche Gäste zum Neujahrsempfang der Partei im Kultur- und Sportforum in Dortelweil begrüßte. Gemeint war der Sieg von Joachim Arnold als Landrat.

Das seien Sternstunden, so Landgrebe mit Blick auf das gute Abschneiden Arnolds in der Quellenstadt. Denn man müsse schon bis 1977 zurückgehen, um ein Datum zu finden, an dem ein Sozialdemokrat in der Brunnenstadt eine Mehrheit hinter sich hatte versammeln können. "Wir wollen diese Vorlage von 49,8 Prozent in die Kommunal- und Bürgermeisterwahlen 2016 mitnehmen", erklärte der Vilbeler SPD-Chef.

Freude über Wahlsieg

Zum Neujahrsempfang gekommen waren auch Stadtverordnetenvorsteher Herbert Anders (CDU), Martin Gecks, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Stadtparlament, sowie Vertreter aus Feuerwehren, Vereinen, örtliche Sozialdemokraten sowie Genossen aus Nachbarstädten und -gemeinden.

Landrat Arnold war der Hauptredner des Tages. Er betonte den großen wirtschaftlichen Wert von Bad Vilbel für die Wetterau. Gerade auch als erfolgreiche Stadt, die in der Nähe von Frankfurt liege. Er sprach sich dafür aus, die Bildung in der Wetterau weiterhin zu fördern. Nach rund 120 Millionen Euro in den Schulbau, stelle der Kreis auch zukünftig 332 Millionen Euro für Bildung in den Haushalt ein. Gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt werde der Kreis die Ganztagsbetreuung an den Schulen weiter voranbringen. Zudem müsse die neue Landesregierung eine gemeinsame Beschulung bis 14.30 Uhr garantieren.

Für gerechten Finanzausgleich

Zudem plädierte Arnold für einen gerechteren kommunalen Finanzausgleich, damit die Städte und Gemeinden den ihnen von Land und Bund übertragenen Aufgaben gerechter werden könnten. Hierzu zählte der Landrat rund 32 Millionen Euro, die der Wetteraukreis gern in den Ausbau der Schulsozialarbeit investieren würde. Den Städten und Gemeinden fehlten 48 Millionen Euro. Insofern sei 2014 ein wichtiges Jahr, da in diesem der kommunale Finanzausgleich neu geordnet werde, so Arnold. Hier rufe er die regionalen Politiker zum Schulterschluss über Parteigrenzen hinweg auf, um die Lebensqualität vor Ort zu verbessern. Als weitere Themen nannte Arnold die Anstrengungen um die Unterbringung syrischer und anderer Flüchtlinge im Wetteraukreis.

"Vorbildliche Flüchtlingsaufnahme"

Hier hätten Städte und Gemeinden große Anstrengungen übernommen, die Menschen aufzunehmen, so Arnold und lobte insbesondere die Stadt Bad Vilbel und deren Sozialdezernentin Heike Freund-Hahn (FDP). Wenn es gelinge, diese Menschen in die Gesellschaft zu integrieren, "können wir alle profitieren", erklärte der Landrat.

Ein weiterer Höhepunkt war die Theaterprojektgruppe der SPD unter Leitung des ehemaligen Bad Vilbeler Fraktionsvorsitzenden Johannes Frank. Sie sang und rezitierte, am Akkordeon von Dr. Quido Faludi begleitet, in einer Collage aus Redeausschnitten von Ferdinand Lasalle, Otto Wels und Willy Brandt, um die 150-jährige Geschichte der deutschen Sozialdemokratie zu skizzieren.

In einem kurzen Rückblick auf das abgelaufene Jahr sparte der Vilbeler SPD-Vorsitzende Landgrebe nicht mit Kritik an der "Neuen Mitte". Er rief jedoch dazu auf, sie nun doch zu einem Erfolg werden zu lassen, um die Geschäfte zu unterstützen.

Mit afrikanischem Trommeln sorgten "Marula Drums" unter der Leitung von Joachim Kaiser für den musikalischen Rahmen und begeisterten ihr Publikum durch mitreißende Percussion.

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