Grüne wollen Erweiterung der Kennedy-Schule

Bad Vilbel (pm). Der Arbeitskreis Bildung der Grünen-Kreistagsfraktion hat sich nach eigenen Angaben unlängst vor Ort in Bad Vilbel ein Bild davon gemacht, wie es um die John-F.-Kennedy-Schule (JFK) bestellt ist. Für die Grünen waren die Landtagsabgeordnete Kathrin Anders sowie die Kreistagsabgeordneten Myriam Gellner, Oliver Seuss und Gerhard Salz mit von der Partie, die Schule nahm mit der stellvertretenden Schulleiterin Luzie Betz sowie mit Uta Brauer, Christine Schröder und Arno Menzel vom Personalrat an diesem Treffen teil.

Die Personalversammlung der Schule habe vorab zusammen mit der Elternvertretung und den Schulsprechern ein düsteres Bild von der Zukunft entworfen. Wegen der zukünftig vorgesehenen Auslagerung ganzer Schulzweige in das weit entfernte momentan leerstehende Schulgebäude der Brunnenschule sprachen die Gremien von einer »Zerschlagung« der Schule.

Hausmeistergebäude im Fokus

Die Grünen im Kreistag fordern deshalb, die Schule räumlich so zu erweitern, wie es ihr in den vergangenen Jahren zugesagt worden sei. Dieser Antrag werde aufgrund der Dringlichkeit in der konstituierenden Sitzung der neuen Wahlperiode am Dienstag gestellt. Der Arbeitskreis habe Gelegenheit gehabt, die Räume der Brunnenschule zu besichtigen und anschließend das Schulgelände und das Schulgebäude der JFK zu begehen. Die Brunnenschule werde derzeit renoviert, aus drei Klassenzimmern werden zwei größere gemacht.

Wegen des enormen Zuzugs von Menschen nach Bad Vilbel aufgrund der starken Bautätigkeit seien insbesondere die Grundschulen der Brunnenstadt unter enorme Raumnot geraten, schreiben die Grünen weiter. Der Neubau der geplanten Grundschule im Hauptsiedlungsgebiet komme nicht so in Gang, wie es wünschenswert sei. Bei der letzten Haushaltsdiskussion sei der Ansatz für das laufende Jahr zusammengestrichen worden, weil die Voraussetzungen für die Investitionen noch nicht im vollen Umfang gegeben gewesen seien. Daher habe man sich dafür entschieden, der JFK im kommenden Schuljahr sechs Klassenräume abzunehmen, weil die an der benachbarten Saalburgschule, einer Grundschule, dringend gebraucht werden. Dafür sollte die JFK für die Dauer von einem Jahr vier Container erhalten, um in diesem verbleibenden Jahr den Umzug beispielsweise von Teilen des Hauptschulzweiges oder Teilen der Förderstufe in das 25 Gehminuten entfernte Schulgebäude der Brunnenschule zu organisieren. Der Kreistagsabgeordnete Oliver Seuss dazu: »Hier muss normalerweise die Schulentwicklungsplanung greifen. Sie hat im Fall Bad Vilbel offenbar zu spät reagiert, sonst müssten heute nicht so drastische Maßnahmen ergriffen werden.« Schon seit dem Jahr 2018 gebe es auf dem Gelände der JFK eine Möglichkeit, die Schule räumlich zu erweitern. Das Hausmeistergebäude stehe seit diesem Jahr leer und werde nur noch sporadisch genutzt. Ursprünglich sei vorgesehen gewesen, hier einen Anbau mit mehreren Klassenräumen für die Schule zu errichten. Dies sei aber bisher nicht umgesetzt worden.

Platz für Container?

Myriam Gellner, Kreistagsabgeordnete aus Bad Vilbel: »Da auch die weiterführenden Schulen in Folge des Zuzugs mit höheren Schülerzahlen rechnen müssen, sollte dieses Bauvorhaben umgehend stattfinden. Dann wäre ein Zerreißen einer ganzen Schule nicht nötig.« Für die Übergangszeit haben die Grünen nach eigenen Angaben bei ihrer Besichtigung genügend Stellflächen für weitere Container gesehen, um die Dauer der Bauzeit abzufedern.

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