Gronauer Feuerwehr erhält neuen Vorrüstwagen

Bad Vilbel (cf). Für die Feuerwehr Gronau war die feierliche Übergabe des neuen 100 000 Euro teuren Vorausrüstwagens wie eine Bescherung. In der festlich geschmückten, voll besetzen Halle des Feuerwehrhauses hatten die ehrenamtlichen Brandschützer und ihre zahlreichen Gäste allen Grund zum Feiern. Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr überreichte den Schlüssel für den VRW an den Gronauer Wehrführer Gerald Lamb.

An den Kosten für den neuen VRW, einem allradgetriebenen VW-Transporter Typ 5 mit langem Radstand, Mittelhochdach, zwei Schiebetüren und seiner Ausrüstung beteiligten sich die Stadt mit 90 000 Euro, der Verein der Freiwilligen Feuerwehr Gronau steuerte 10 000 Euro bei. Dafür wurde der Verein ausdrücklich von Stadtbrandinspektor Matthias Meffert gelobt. Wie Wehrführer Gerald Lamb mitteilte, ersetzt der neue VRW seinen Vorgänger, der nach über 25 Jahren den Anforderungen nicht mehr genügte. Er geht als Geschenk an eine Feuerwehr in Rumänien.

Der neue Wagen für die technische Unfallhilfe ist nicht nur deutlich größer, sondern seine Ausstattung ist erheblich umfangreicher. "Moderne Autos und Lastwagen sind durch Sicherheitsmaßnahmen wie Chassis-Verstärkungen oder Seitenaufprallschutz sehr stabil gebaut und bieten den Insassen bei einem Crash im Vergleich zu früher einen wesentlich besseren Schutz. Die Einsatzkräfte benötigen für den Ernstfall deshalb eine geeignete Ausrüstung, um die Fahrzeuge zügig und professionell öffnen zu können. Mit der neuen Ausrüstung kann die technische Hilfeleistung erbracht werden. Damit sind wir für die kommenden Jahre bestens gerüstet", erklärte Stadtbrandinspektor Meffert.

Er kritisierte die Vorgabe des Landes, dass ein Feuerwehrfahrzeug ein Vierteljahrhundert halten soll. "Das ist heute nicht mehr machbar."

Zum technischen Rettungsgerät des 3,5 Tonnen schweren, auf der Hinterradachse luftgefederten Fahrzeugs, gehören eine 19 Kilo schwere Rettungsschere, die bis zu 100 Tonnen Schneidkraft hat, ein 17,5 Kilo schwerer Spreitzer mit eingebauter Stromerzeugung, eine Drei-Tonnen-Seilwinde, ein großer Lichtwerfer und diverse Beleuchtungen für die umfangreiche Ausleuchtung der Einsatzstelle und des Verkehrs, eine Teleskopleiter, ein Personen-Rettungsset, eine Schaufeltrage, ein KED-System (Kendrick Extrication Device, Rettungskorsett) und Funkgeräte.

Der neue VRW verfügt über vier Sitzplätze, die beiden hinteren sind mit Atemschutzgeräten ausgestattet, die extra für das Fahrzeug konzipiert wurden. Von großem Vorteil ist, dass der VRW, in dem viele Werkzeuge aus dem Vorgängermodell verwendet wurden, mit dem Führerschein der Klasse B gefahren werden kann, wie der stellvertretende Wehrführer Markus Lorenz sagte. Meffert lobte: "Der VRW ist das optimale Fahrzeug, um bei Unfällen effektiv Hilfe zu leisten und alles für die nachrückenden Mannschaften und Geräte vorzubereiten."

Gronaus Ortsvorsteher Karl Peter Schäfer fügte hinzu: "Der VRW ist ein Wagen für die gesamte Vilbeler Wehr, mit ihm kann die FFW nicht nur Gronau, sondern das ganze Stadtgebiet noch besser absichern."

Mit Erbsensuppe und diversen Getränken feierte die Wehr mit ihren Gästen die Übergabe des neuen Spezialfahrzeugs.

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