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Sprachlehrer Marcel Leist hat unter dem Pseudonym Rafael Leng gerade seinen dritten Fantasy-Roman veröffentlicht. Er hat den Titel "Empathie für den Teufel". FOTO: CHRISTINE FAUERBACH

Geschichten mit teuflischen Mitteln

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Bad Vilbel(cf). Zum Schreiben benötigt Autor Rafael Leng nur zwei Dinge: Die vertraute Atmosphäre seines Arbeitszimmers und Heavy-Metal-Songs. Dynamische Gitarrenriffs und explodierende Schlagzeugexzesse dröhnen dann durch sein Arbeitszimmer. Bei dieser Musik ist sein neuer Fantasy-Roman entstanden. "Empathie für den Teufel" heißt das Buch.

Marcel Leist schreibt unter seinem Pseudonym Rafael Leng Fantasyromane. Vor neun Jahren legte er mit "Das Schwert von Wigrid" seinen Debütroman vor. Zwei Jahre später, im Juni 2013, folgte Teil zwei der fantastischen Geschichte. Zum Jahreswechsel präsentiert der als Sprachlehrer für Deutsch bei der Sprachschule Inlingua Frankfurt und als Ausbilder für Deutsch, EDV, Lernen und Arbeiten beim Berufsförderungswerk Frankfurt in Bad Vilbel tätige Freiberufler sein drittes Buch. Es trägt den Titel "Empathie für den Teufel".

Namen aus der Mythologie

"Es ist der erste Band einer Trilogie", kündigt der Autor an. "In meinem neuen Fantasyroman dreht sich erneut alles um meine Hauptthemen Gut und Böse. Im Gegensatz zu "Das Schwert von Wigrid" stehen im neuen Roman zwei Frauen im Mittelpunkt des Geschehens." Es sind die Archäologin Dr. Diana Svenson und ihre Geliebte und Lebens gefährtin Freya, die in der fiktiven Stadt Lemuriastan in Lemuria leben. "Diana ist davon überzeugt eine gewöhnliche Frau zu sein. Dabei spricht sie unzählige Sprachen fließend, schwere Verletzungen verheilen bei ihr in Rekordzeit, und sie kann alle mythischen Wesen, mit denen die Menschen auf der Welt leben, sehen."

Die aus der Mythologie stammenden Namen der Protagonistinnen geben den Lesern zusätzliche Hinweise. Diana ist die römische Göttin des Mondes, des Lichts und der Jagd, die auch als Beschützerin von Frauen und Mädchen verehrt wurde. Im Roman ist sie "Ihre mächtige Dunkelheit", eine Teufelin. Ihre Gefährtin Freya trägt den Namen einer nordischen Erdgöttin, die später als Göttin der Liebe und des Frühlings verehrt wurde.

Marcel Leist, der neben Englisch auch Schwedisch spricht, ist ein Fan des skandinavischen Landes. Kein Zufall also, dass die Stadt Lemuriastan sowie ihr Vorbild Stockholm auf Inseln errichtet ist, und Protagonistin Diana mit der Tunnelbahn fährt so wie die Stockholmer mit der "Tunnelbana".

Auf 372 Seiten erfahren Leser viel über Diana, ihr Talente, Ängste, Kämpfe und Recherchen. Eingebettet ist alles in eine actionreiche Handlung mit mehreren Attentaten. Bedroht werden Diana alias Teufelin Ch’ereb’us und ihre Freundin Freya, eine Hohepriesterin, durch einen alten Widersacher, den Teufel Demiurge. Diana nimmt den Kampf gegen den Demiurgen auf.

"Ich liebe Fantasy- und Science- Fiction-Romane, weil sie mir als Autor eine größere, gestalterische Freiheit erlauben. Das Genre ist für mich am besten geeignet, um Dinge infrage zu stellen.

Da es zu den Herausforderungen beim Schreiben gehört, dass die Protagonisten ein Eigenleben entwickeln, sind gute Freunde, die Probe lesen und ein ehrliches Feedback geben, enorm wichtig", sagt Marcel Leist.

Der gebürtige Frankfurter schrieb bereits als Schüler einige Jahre Artikel für die DGB-Jugendzeitung "Gegenwind". Nach dem Abitur an der Bockenheimer Georg-Büchner-Schule studierte er an der Fern-Universität in Hagen Philosophie und Literaturwissenschaften. Mit dem Bachelor-Abschluss begann er, als Lehrer im Bereich Erwachsenenbildung zu arbeiten.

Seit den ersten Notizen für seinen Debütroman hat den heute 52-Jährigen das Schreiben nicht wieder losgelassen.

Er schreibt an mehreren Büchern

"Ich liebe am Schreiben das Ausleben meiner Fantasie und die Auseinandersetzung mit Sprache. Anregungen für einen Stoff bekomme ich beim Lesen, unter anderem philosophischer Werke, und durch Filme." Schreiben könne er zu jeder Tages- und Nachtzeit. Aber: "Ich benötige zum Schreiben die vertraute Atmosphäre meines Arbeitsraumes und Heavy-Metal-Songs." Zudem schreibt er immer parallel an mehreren Büchern, denn "das entspannt mich". Fit hält sich Marcel Leist mit Karate im TV Massenheim.

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