Das Brunnencenter bleibt ein Sorgenkind. Einzig die Edeka-Filiale zieht die Dortelweiler weiterhin an. FOTO: NMA

Wie geht es mit dem Brunnencenter weiter?

Bad Vilbel (nma). Das eigentlich gut gelegene Brunnencenter zwischen dem alten und dem neuen Ortsteil Dorteweils zeigt großflächig bunte Wände und verschlossene Geschäfte. Und nun klafft auch noch mitten in der Mittelhalle des Brunnencenters eine leere Fläche, wo einst das Eiscafé Venezia war. Gerade an dieser Stelle fällt die Leere im Center ganz besonders auf.

Ortsbeiratsmitglied Rainer Fich (SPD) reicht es: »Am Donnerstag hatte die SPD zum Bürgergespräch in die Trattoria da Betty und Antonio eingeladen. Das Thema sollte die Einkaufssituation in Dortelweil vor dem Hintergrund der seit Jahren zunehmenden Leerstände im Brunnencenter sein«, berichtet er. »Zwar mussten viele SPD-Vertreter wegen Krankheit absagen, doch kamen auch vier Nicht-Parteimitglieder, die sofort signalisiert haben, im Rahmen einer überörtlichen Initiativgruppe für die Wiederbelebung des Centers zu werben«, erzählt der Sozialdemokrat.

Bürger wünschen neues Eiscafé

Als ersten Schritt möchte sich die junge Initiative nun einen Überblick verschaffen und mit den Verantwortlichen der DWS Group in Kontakt treten. Diese verwaltet den institutionellen Fond, zu dem das Brunnencenter gehört. »Wir möchten dort die Dringlichkeit und Notwendigkeit des Einkaufscenters deutlich machen und zudem Vorschläge einbringen, welche Geschäfte im Center wichtig wären.«

Während dem Bürgergespräch sei unter anderem zur Sprache gekommen, dass sich die Dortelweiler ein neues Eiscafé wünschen wie auch einen Metzger, einen Bioladen und ein neues Kinderbekleidungsgeschäft. »Zweitens möchten wir in Dortelweil eine Umfrage starten, welche Bedarfe die Bürger im Brunnencenter sehen. Grundsätzlich sind wir momentan aber auf der Suche nach weiteren Mitgliedern beziehungsweise der Unterstützung der Dortelweiler Bürger«, schließt Fich. Wer sich an der neuen Initiative beteiligen möchte, kann sich unter der E-Mail-Adresse rainer.fich @t-online.de melden.

Klaus Thoma, Sprecher der DWS Group, erklärt: »Wir sind mit dem Brunnencenter auf einem positiven Wege.« Man sei mit Interessenten in Gespräch, weiterhin würden umfassende Modernisierungsarbeiten laufen. »Der Fond investiert da einiges, wir sind guten Mutes.«

Intensive Gespräche mit Eigentümern

Doch bittet Thoma auch für Verständnis: Die Umbauarbeiten abzuschließen und neue Geschäfte in das Center zu holen, sei nichts, was von heute auf morgen erledigt werden könnte. Ob die Wiederbelebung des Centers, in welcher Form auch immer, gelingen kann, bleibt unklar.

Klar ist jedoch: Das Brunnencenter steht und fällt mit dem Herkules-Markt. Als einzige Einkaufsmöglichkeit im Stadtteil, versorgt dieser seit rund 20 Jahren die Dortelweiler mit Lebensmitteln und Haushaltsartikeln. Dass die Mietverträge von Edeka dieses Jahr auslaufen, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Der Edeka-Verbund ist genossenschaftlich organisiert und wird von rund 3700 selbstständigen Kaufleuten und sieben Großhandelsbetrieben getragen. Verantwortlich für die Filiale in Dortelweil ist die Edeka Handelsgesellschaft Hessenring. Geschäftsführer Florian Kramm erklärt, man befinde sich in intensiven Gesprächen mit den Eigentümern und wolle daher derzeit keine Angaben machen.

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