Georg-Büchner-Gymnasium

Fürs neue Schuljahr gerüstet

  • Holger Pegelow
    VonHolger Pegelow
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Noch reicht der Platz im Georg-Büchner-Gymnasium mit seinen 1300 Schülern. 206 Fünftklässler werden heute eingeschult. Eng wird’s, wenn wieder neun Jahrgänge unterrichtet werden.

Das stetige Wachstum der größten Stadt der Wetterau zeigt sich auch in den Schülerzahlen auf dem Gymnasium. Wenn am heutigen Dienstag die Fünftklässler am Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) beginnen, werden gleich sieben Klassen gebildet. 206 Schülerinnen und Schüler starten an einem der größten Gymnasien des Kreises ihren Weg zum Abitur.

Dennoch sieht Schulleiterin Claudia Kamm keinerlei Probleme. Es sei alles organisiert, die Räumlichkeiten reichten aus für die sieben Klassen von 28 bis 30 Schülern. Dass die Schule angesichts dieses Ansturms nicht aus allen Nähten platzt, verdankt sie aber auch der Tatsache, dass zurzeit nur acht Jahrgänge im Haus seien. »Wenn wieder G 9 kommt und weitere Familien in die Neubaugebiete wie den Quellenpark ziehen, wird es auch bei uns eng.«

Problematisch ist am Gymnasium mit seinen 1300 Schülern nur, dass eine Aula fehlt. Das macht sich besonders beim Musikunterricht bemerkbar: Schüler für den Instrumentalunterricht müssten warten, bis die Chöre fertig seien.

Was den Schwimmunterricht angeht, sieht die GBG-Leiterin für dieses Schuljahr noch keine Probleme. Aus der WZ hat sie erfahren, dass das städtische Hallenbad ab dem nächsten Mai endgültig geschlossen wird und ein Ersatz noch nicht in Sicht ist. »Da müssen wir noch überlegen, ob statt Schwimmen anderer Sport angeboten wird. »Aber in der Stadt gibt es zu wenig Hallenkapazitäten.«

Sicher ist dagegen, dass auch im neuen Schuljahr das GBG wieder Nachmittagsunterricht für die Kinder anbietet, die nicht Deutsch als Muttersprache hätten. Hinzukämen Kinder mit Migrationshintergrund, die noch Wortschatztraining gebrauchen können. Einige Gymnasiallehrer hätten dafür eine Zusatzausbildung absolviert.

Froh ist Claudia Kamm darüber, dass nach dem Ausscheiden eines der beiden Informatiklehrer diese Stelle wieder zum neuen Schuljahr besetzt wurde. Es gebe wieder zwei Kräfte an der Oberstufe, die Informatikunterricht erteilen. »Damit ist bei uns wieder Abiturprüfung in Informatik möglich.« Im vergangenen Schuljahr hätten acht Schüler ihre Abiturprüfung in diesem Fach bestanden.

Auch die Inklusion ist an diesem Gymnasium natürlich ein Thema. So wird die Schule erstmals einen Jungen unterrichten, der sehr schwer hört. Dafür soll ein Klassenraum speziell gedämmt werden, zudem erhält die Schule eine Funkübertragungsanlage. Der Lehrer spricht in ein Mikro, der Junge hat ein Zusatzgerät, mit dem er ihn hört. »Ob der Junge aber auch seine Mitschüler hört, wissen wir noch nicht.« Das werde sich noch herausstellen, denn die Kommunikation untereinander sei sehr wichtig. Aber man werde dabei »nachsteuern«, verspricht Leiterin Kamm. Unterstützt wird das Büchner-Gymnasium übrigens von der Johannes-Vatter-Schule aus Friedberg, dem überregionalen Beratungs- und Förderzentrum mit Förderschwerpunkt Hören.

Am Freitag fand für das neue Schuljahr eine Gesamtkonferenz statt. Themen waren nicht nur die Neuerungen, sondern auch die bevorstehende Einschulungsfeier der Jahrgangsstufe 5. Die wird wegen der großen Zahl der Schüler wieder in zwei Teilen organisiert, um 9 und um 10.30 Uhr. Es treten dabei unter anderem der Chor der ehemaligen 6. Klassen, der Zirkus Krawumm sowie musikalische Solisten aus den 7. Klassen auf. Zudem zeigt die Klasse 8b ein Theaterstück.

Übrigens muss die Schule mangels eigener Aula zum wiederholten Mal ins Kurhaus ausweichen. In diesem Schuljahr steht das allerdings letztmals zur Verfügung, fürchtet Claudia Kamm. Denn das Haus soll bekanntlich saniert werden. »Wo wir ab dem nächsten Jahr unsere Einschulungsfeiern machen, wissen wir noch nicht.«

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