SPD fordert Umzug der Radständer

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Derzeit gibt es 18 Stellplätze am hochfrequentierten Südbahnhof, die kein Bad Vilbeler Radfahrer nutzen kann, kritisiert die städtische SPD. Sie will nach eigenen Angaben die mittlerweile beschädigte Anlage von der Bahn-Baustelle wegschaffen, anderswo neu platzieren und so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Derzeit gibt es 18 Stellplätze am hochfrequentierten Südbahnhof, die kein Bad Vilbeler Radfahrer nutzen kann, kritisiert die städtische SPD. Sie will nach eigenen Angaben die mittlerweile beschädigte Anlage von der Bahn-Baustelle wegschaffen, anderswo neu platzieren und so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Die SPD-Stadtverordnete Katja Koci findet es grotesk: Von der Fußgängerbrücke aus kann man die erst 2017 errichtete, überdachte Fahrradabstellanlage an der Nordwestseite des Bad Vilbeler Südbahnhofs kaum noch erspähen – halb verschwindet sie hinter einem sich auftürmenden Sandhügel.

Nur Wochen nachdem die 18 Stellplätze dort installiert worden waren, hatte die Deutsche Bahn (DB) nebenan ihre Arbeiten für den Gleisausbau der Main-Weser-Bahn begonnen. Wegen der Baustelle sei der Fahrradständer seither nicht mehr zugänglich und deshalb auch nicht mehr nutzbar, kritisiert Katja Koci.

Die Sozialdemokratin hat federführend für ihre Fraktion deshalb nun einen Antrag ans Stadtparlament gestellt, in dem sie den Magistrat auffordert, die Fahrradabstellanlage an die Südostseite des Südbahnhofs zu versetzen. Dort finde sich bereits eine Unterstellmöglichkeit mit 54 Stellplätzen, die werktäglich voll besetzt sei, heißt es in einer Mitteilung der SPD.

Eine Kapazitätserweiterung sei "ohnehin überfällig". Die Stadt könne sich durch eine Zusammenlegung das Geld für eine komplett neue Abstellanlage sparen und gleichzeitig die noch auf der Baustelle befindlichen Fahrradständer vor Schäden schützen.

Den ersten Hinweis zur "unbefriedigenden Situation" nach der Baustelleneinrichtung der DB habe der Sprecher des ADFC Bad Vilbel/Karben, Christian Euler, bereits im Dezember 2017 gegeben, berichtet die Oppositionsfraktion. Aufgrund des "mittlerweile desolaten Zustands" der Fahrradabstellanlage und der "Untätigkeit des Magistrats", habe sich die SPD nun zu dem Vorstoß entschlossen. Sonst, so fürchten Koci und Co., dürften die Stellplätze noch auf Jahre hin verwaisen. Die Baustelle der Bahn bleibt voraussichtlich mindestens bis 2023.

Glaselemente gesprungen

Wegen des Baubetriebes seien bereits Glaselemente der Überdachung gesprungen, kritisiert die SPD. Fraktionschef Christian Kühl hält eine unverzügliche Entfernung der "offensichtlich mitten im Weg stehenden" Fahrradabstellanlage von der Großbaustelle schon deshalb für "zwingend erforderlich", damit diese nicht Gefahr laufe, durch weitere Schäden "unbrauchbar zu werden". Diskutiert wird der SPD-Antrag nun zunächst im Haupt- und Finanzausschuss am 21. März. Die SPD-Stadtverordneten um Klaus Arabin und Katja Koci sprechen sich außerdem dafür aus, bis zum Abschluss der Gleisbauarbeiten zusätzliche mobile Fahrradabstellanlagen temporär an Süd- und Nordbahnhof aufzustellen, um die "weiter wachsende Nachfrage dort zu bedienen".

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