Feuerbrand-Bakterium sorgt für Fällungen

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Bad Vilbel(pm). Auf zwei Flächen in der Bad Vilbeler Gemarkung sind Obstbäume vom Feuerbrand-Bakterium befallen. Diese Baumkrankheit, die eigentlich aus Nordamerika stammt, ist aggressiv und kann sich sehr schnell ausbreiten, sodass nur drastische Maßnahmen wie starker Rückschnitt oder gar eine Rodung von Bäumen zu nachhaltigem Erfolg führen. Albrecht Denneler vom Dottenfelderhof wird nach Absprache mit dem städtischen Liegenschaftsamt diese Aufgabe übernehmen, teilt die Stadt mit.

Noch in dieser Woche startet Denneler auf den zwei betroffenen Flächen - Wasserlach und am Wasserwerk Nieder-Erlenbach - die Maßnahmen, um den Feuerbrand einzudämmen. Kranke Bäume müssen dabei zum Teil gerodet, noch nicht befallene Bäume stark zurückgeschnitten werden. Nach jedem einzelnen Ast, der zurückgeschnitten wurde, muss das Werkzeug desinfiziert werden. Gleiches gilt für die Rodungswerkzeuge. Das Holz aus dem Rückschnitt und der Rodung muss von einer Spezialfirma in einem Ofen verbrannt werden, denn nur so verhindert man eine weitere Ausbreitung.

Vor über 50 Jahren war der Erreger des Feuerbrands aus Nordamerika über Südengland auch auf dem europäischen Festland eingeschleppt worden. Bis heute ist es nicht gelungen, diesen einzudämmen. Bei einem Rückschnitt muss das Holz 30 Zentimeter zurückgeschnitten werden, damit der Erreger effektiv und auch vollkommen entfernt werden kann.

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