Erweitertes Sicherheitskonzept

  • VonChristine Fauerbach
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Die Terror-Attentate in Barcelona und Cambrils in Spanien geben einen aktuellen und traurigen Anlass, die Sicherheitsmaßnahmen für den Bad Vilbeler Markt auf den Prüfstand zu stellen. Angesichts der weltweiten Anschläge bei Festen und Versammlungen hat die Stadt Bad Vilbel noch vor der jüngsten Anschlagserie ihr Sicherheitskonzept erweitert.

Die Terror-Attentate in Barcelona und Cambrils in Spanien geben einen aktuellen und traurigen Anlass, die Sicherheitsmaßnahmen für den Bad Vilbeler Markt auf den Prüfstand zu stellen. Angesichts der weltweiten Anschläge bei Festen und Versammlungen hat die Stadt Bad Vilbel noch vor der jüngsten Anschlagserie ihr Sicherheitskonzept erweitert.

Die Heinrich-Heine-Straße ist während des Marktes komplett für den Verkehr gesperrt. Dass ein Lastwagen oder Transporter durch die Heinrich-Heine-Straße auf das Marktgelände rast, wird durch mit Doppelstahlseilen gesicherte Betonsperren verhindert. Sie können bei Bedarf für Rettungsfahrzeuge von einem Security-Mitarbeiter geöffnet werden. »Die Kosten für die Betonsperre samt Security-Mitarbeiter belaufen sich auf 7500 Euro«, teilte Erster Stadtrat Wysocki mit.

Dennoch: Für die Verantwortlichen bei Polizei und Stadt sei der Bad Vilbeler Markt der »sicherste weit und breit, mit null Straftaten im Vorjahr«, verkündete Jürgen Werner, Dienststellenleiter der Polizeistation Bad Vilbel, zu Beginn der Woche. »Deshalb liegt die Messlatte hoch.

« Zu verdanken sei dieses Ergebnis einer sehr guten Zusammenarbeit zwischen der Stadt, den Schaustellern, der Suchtberatung und der Polizei. Vor allem die »offenen Augen und Ohren« der Schausteller und Standbetreiber seien besonders wertvoll.

Polizisten fahren mit Segways

»Wir teilen Vorkommnisse oder Auffälligkeiten der Polizei sofort über eine Handynummer mit«, betonen Festhallenwirt Dennis Hausmann und Schausteller Patrik Drexel. Zudem sei das sogenannte Vorglühen bei Jugendlichen seit etwa drei Jahren aus der Mode gekommen. Im Gegensatz zu früher gebe es kaum noch Jugendliche, die betrunken auf den Marktplatz kommen, um dann torkelnd ihre Runden zu drehen. Vor Marktbeginn werden zudem noch einmal alle Supermärkte, Tankstellen und Gewerbetreibende im Umkreis sowie die Verkaufsstände auf dem Festplatz auf das Jugendschutzgesetz hingewiesen. So ist der Verkauf von branntweinhaltigen Spirituosen und Mischgetränken an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren verboten. Andere alkoholische Produkte wie Bier, Wein, Sekt und Mischgetränke dürfen nicht an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren abgegeben werden. Bestehen Zweifel bezüglich des Alters der Käufer, können die Verkäufer einen Ausweis verlangen.

Bei Problemen aller Art sind die Polizei- beamten dank der im letzten Jahr erstmals eingesetzten 20 km/h schnellen Segways kurzfristig an Ort und Stelle. Die Polizisten stellten fest: »Wir sind mit den Segways bei Großveranstaltungen schneller als zu Fuß am Einsatzort. Durch den erhöhten Stand haben wir einen besseren Überblick und werden eher in der Menge wahrgenommen.« Ausgestattet sind die elektrisch angetriebenen Ein-personentransporter mit Blaulicht, Martinshorn und Lautsprechern.

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