Erneut Anfrage zu B 3-Bodenwelle

Bad Vilbel (pm). Bereits zum fünften Mal bringt der FDP-Landtagsvizepräsident und Vositzender der FDP Bad Vilbel, Jörg-Uwe Hahn, die B 3-Bodenwelle zwischen Bad Vilbel und dem Preungesheimer Dreieck mittels einer sogenannten Kleinen Anfrage auf die Agenda des Hessischen Landtags. Die im vergangenen Jahr erneut auftretende Bodenwellen hat den FDP-Politiker wieder aktiv werden lassen.

Reparaturmaßnahmen seien seitens der zuständigen Behörde Hessen Mobil bisher nicht aufgenommen worden, schreibt er in einer Pressemitteilung. Stattdessen seien nicht nur Schilder mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung, sondern auch Radargeräte aufgestellt worden.

Das Phänomen auf der B 3 sei nicht unbekannt. Vor rund zweieinhalb Jahren habe es nahe dieser Stelle schon mal eine Bodenwelle gegeben, die zu Verkehrsbehinderungen und zu einer Geschwindigkeitsbegrenzung geführt hatte. Seinerzeit sei es eine Baufirma bei Arbeiten für ein Telekommunikationsunternehmen gewesen, die die Fahrbahn beschädigt hatte. Es habe damals über ein Jahr gedauert, bis der Schaden repariert wurde.

Sieben Fragen an die Minister

»Sowohl bei dem alten als auch bei dem neuen Schaden reagiert das zuständige Verkehrsministerium viel zu behäbig. Anstatt die Schäden möglichst schnell, nachhaltig und effektiv zu beseitigen, fand man bei den zuständigen Behörden Gefallen daran, Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen und mündige Autofahrer mit Radarfallen zu erziehen«, sagt Hahn. »Der neu aufgetretene Schaden ist seit dem Sommer 2020 wieder einmal nicht repariert worden, nun verdichteten sich die Hinweise von Bürgern, dass stattdessen wieder eifrig Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt werden«, nennt Hahn einen Grund für seine neue Kleine Anfrage an die Landesregierung. Der zuständige Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und der zuständige Innenminister Peter Beuth (CDU) seien nun aufgefordert, zu den sieben Fragestellungen des Bad Vilbeler Parlamentariers Stellung zu beziehen.

Hahn will unter anderem wissen, ob ein Streckengutachten bereits angefertigt worden sei, zu welchen Ergebnissen dieses komme, wann mit entsprechenden Baumaßnahmen begonnen werde, um das Schadensbild zu beseitigen und wann diese abgeschlossen sein werden. Zudem fragt er, ob entsprechende Ausschreibungsverfahren für die Realisierung des Projekts schon angestoßen oder gar abgeschlossen worden seien und welche Auswirkungen die Baumaßnahmen im Sanierungszeitraum auf den Straßenverkehr ergeben werden. Auch befragt er die Landesregierung dahingehend, wie hoch die Baukosten für die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen sein werden.

Mit weiteren Fragen will Hahn in Erfahrung bringen, wie viele Verkehrskontrollen mit welchen Ergebnissen seit dem Oktober 2020 auf dem Teilstück durchgeführt worden sind und welche Verwarnungs- und Bußgeldsummen dadurch insgesamt vereinnahmt wurden. Außerdem will der Vilbeler wissen, ob es auch künftig geplant sei, weitere Geschwindigkeitsmessungen dort durchzuführen.

»Die B 3-Bodenwelle ist und bleibt ein Paradebeispiel für misslungene Prioritätensetzung der schwarz-grünen Landesregierung. Täglich werden Tausende Fahrer an dieser Stelle beim Überfahren der Welle durchgerüttelt, und trotzdem sieht Minister Tarek Al-Wazir keinen Anlass, den Schaden schnell zu beseitigen. Schon im Herbst habe ich prophezeit, dass bei vorherrschendem Bodenfrost diese Straßensanierung sicherlich nur schwierig durchzuführen sein werde. Es ist jetzt dringend geboten, dass man sich anstatt auf das Anfertigen von Blitzerfotos nun endlich auf Reparaturmaßnahmen konzentriert«, kritisiert Hahn.

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