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Robert Maier liest aus seinem neuesten Krimi.

Premierenlesung

Ermittler im Sumpf von Fake News

  • VonChristine Fauerbach
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Der Dortelweiler Autor Robert Maier macht bei Premierenlesung Lust auf seinen zweiten Virus Cop-Krimi. Ermittlungen zwischen Fake-News, Hass und Hetze im Netz.

Bad Vilbel (cf). Meinungs- und Pressefreiheit zeichnen Demokratien aus. Durch Beleidigungen, Verleumdungen, Fake-News, Hass, Hetze oder Mobbing im Netz sind diese Grundrechte in Gefahr. Die Gefahr Menschen durch die sozialen Medien zu radikalisieren wächst. Wie groß sie durch einschlägige Propaganda und Hetze sein kann, zeigt Autor Robert Maier in seinem aktuellen Krimi »Frankfurter Fake News«.

Acht Monate später als geplant und nach vier Terminverschiebungen war es endlich soweit: Kulturamtsmitarbeiterin Annette Zindel-Strauß begrüßte den Dortelweiler Autor Robert Maier zur Premierenlesung seines zweiten Virus Cop-Krimis »Frankfurter Fake News«. Das Publikum hatte es sich im Grünen auf den Niddastufen gemütlich gemacht. Maier greift in seinem Krimi die Debatte um Hass und Hetze im Internet auf, zeigt die Diskrepanz zwischen online-offline-Realitäten.

»Öffentlich werden unbescholtene Mitbürger, hier im Buch, der Kindesmisshandlung und Vergewaltigung, beschuldigt. Tausende lesen es und die Maschinerie wird in Gang gesetzt. Viele fallen darauf herein, lassen sich für fremde Zwecke vereinnahmen. Rufmord und Lynchjustiz sind da keine Seltenheit. Fake News sind ein sehr wichtiges Thema, dass unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährdet«, sagt Maier.

Zum zweiten Mal lässt Robert Maier die beiden Virus Cops, den Witwer und IT-Rentner Olaf und seinen Freund Gottfried ermitteln. Die beiden decken anhand fiktiver Kriminalfälle auf, wie ausgeklügelt solche Fake News in Szene gesetzt werden. Dazu gehören Fotomontagen, zusammengeschnittene Videos, gekaufte und gefälschte Follower, Fake-Profile sowie Gruppen, die verschiedene Server zum Teilen der Desinformationen nutzen.

Im vorliegenden Fall ermitteln die beiden Privatschnüffler erneut hinter dem Rücken von Olafs Sohn Florian, der bei der Mordkommission und in die Ermittlungen eingebunden ist.

Ein Deutsch-Kurde wird in seinem Bockenheimer Reisebüro erschossen. Die Polizei tappt im Dunkeln. Olaf und Gottfried stoßen bei ihren Recherchen bald auf Online-Gruppen, die Fake News verbreiten und Menschen manipulieren. Sie decken einen heimtückischen Plan auf. Olaf stellt bei seinen Online-Recherchen fest, dass das Lesen solcher Fake News aggressiv macht. Man gerät als Leser in einen Sog, dem man sich schwer entziehen kann.

»Ist mir auch schon passiert, weil ich mich auf eine Diskussion mit den Verteilern eingelassen hatte«, sagt Maier. Als Olaf immer tiefer in den Sumpf aus Lügen eintaucht, droht er Zielscheibe eines mörderischen Spiels zu werden. »Ich hoffe, ich habe ihnen mit den Ausschnitten aus meinem Buch einige Denkanstöße in Sachen Fremdenhass und Verschwörungstheorie geben können.«

Von Belletristik bis Krimi

Robert Maier lebt in Bad Vilbel. Der Diplom-Physiker arbeitet bei einer Fluggesellschaft im IT-Bereich. Seit 2010 schreibt er Belletristik, Kurzgeschichten und Krimis. 2016 erschien sein erster Roman »Pankfurt«, 2019 der Kriminalroman »Der Tote an der Nidda«.

Robert Maier lebt in Bad Vilbel. Der Diplom-Physiker arbeitet bei einer Fluggesellschaft im IT-Bereich. Seit 2010 schreibt er Belletristik, Kurzgeschichten und Krimis. 2016 erschien sein erster Roman »Pankfurt«, 2019 der Kriminalroman »Der Tote an der Nidda«. cf

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