14 Geschichten aus aller Welt: Hans Tuengerthal stellt sein Buch "Reise-häppchen" vor. 	FOTOS: CHRISTINE FAUERBACH/PRIVAT
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14 Geschichten aus aller Welt: Hans Tuengerthal stellt sein Buch »Reise-häppchen« vor. FOTOS: CHRISTINE FAUERBACH/PRIVAT

Die Erlebnisse eines Globetrotters

  • vonChristine Fauerbach
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Bad Vilbel (cf). Ein Jahr hat der ehemalige Oberstudienrat am Georg-Büchner-Gymnasium an seinem ersten Buch mit »14 Reisegeschichten aus aller Welt« geschrieben. Grundlage für die Erlebnisse bilden seine ab den 1970er Jahren notierten Aufzeichnungen, Erinnerungen sowie zahllose Fotos und Dias. Die in »Reisehäppchen« geschilderten Reisen unternahm er zwischen 1948 und 2018. Sie spiegeln quasi als Zugabe die sich verändernden Methoden des Reisens wider. Die 14 Geschichten bilden nur eine kleine Auswahl aus den vielen Reisen, die Hans Tuengerthal in den vergangenen sieben Jahrzehnten durch alle fünf Kontinente führten. Früher teilte er Ausschnitte seiner Reiseerlebnisse mit seinen Schülern, später mit Besuchern seiner Lichtbildvorträge.

Auf Pferde- und Kamelrücken

Gereist ist er vor allem zu Fuß und mit dem Rad, zeitweise auch auf Pferde- oder Kamelrücken, in Kutschen, Booten, Schiffen, Flugzeugen, Autos, Lastwagen und mit der Bahn. Oft war er allein unterwegs, ab und zu auch mit einem seiner drei Brüder oder es bildeten sich für eine gewisse Strecke Zufallsgruppen. »Alle hier geschilderten Reisen habe ich ohne Reisegesellschaft unternommen«, sagt er. Erberichtet von Individualreisen, deren Routen der Geografielehrer oft mit Karten und Reisehandbuch plante oder in Bürgerkriegsländern spontan umplante.

Übernachtet hat er nicht in luxuriösen Hotels, sondern einfachen Herbergen, meist auch unter freiem Himmel im Schlafsack am Strand, in der Wüste, der mongolischen Steppe, aber auch zwischen Schutz bietenden Rosen- und Dornenhecken in einem Park oder einer Verkehrsinsel mitten in der Stadt. Stabile Fahrräder ohne Gangschaltung, strapazierfähige Ruck- und Schlafsäcke, Feld- oder Wasserflaschen, Nähzeug und Kleidung zum Wechseln waren unabdingbar. »Ich habe zwei Drittel aller Länder bereist«, erzählt der 81-Jährige. »Ich habe meine Träume gelebt und nicht mein Leben geträumt.«

Seine erste Reise trat der Weltenbummler als neunjähriger an. Sie führte ihn vom Bahnhof im siegerländischen Allenbach nach Schwarme in die Nähe von Bremen. Dort besuchter er seinen Patenonkel Hans und seine vier Cousins. »Es war meine erste große eigenständige und abenteuerliche Reise, auf die ich mich lange gefreut hatte. Meine Eltern ermöglichten sie mir, weil sie mir vertrauten. Ich empfand die Reise als Chance zur großen Freiheit.«

Die Lust zu reisen, andere Menschen, Kulturen und Länder kennen zu lernen, hat ihn von da an begleitet. Reichlich Abenteuer gab es »in der fremden Welt« wie Fotomotive stets gratis dazu.

Mit Neugier und Risikobereitschaft

Hans Tuengerthal, der Erdkunde, Politik, Geschichte und Gemeinschaftskunde unterrichtete, war im Nebenberuf Weltreisender. Stets neugierig und risikobereit war er, aber nicht leichtsinnig. So war er auf abenteuerlichen Routen zu Zielen unterwegs, die Normaltouristen selten zu sehen bekommen. Er interessierte sich für die Menschen, ihre Lebensbedingungen, ihre Kultur und ihren Alltag.

Die Auszüge aus seine spannenden Reiseerlebnissen rund um die Welt füllen mehr als 200 Seiten, die er mit vielen Fotos illustriert hat. Die erste in der Druckerei Spiegler gedruckte Auflage umfasst 200 Exemplare.

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