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Engagement für guten Zweck

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Von: Niklas Mag

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Tim Wegge, Achberet Okbe, Nadine Bauer und Thorsten Heimerl (v. l.) hoffen, dass die Spendenaktion ein Erfolg wird. © Niklas Mag

Bad Vilbel (nma). Die Gastronomen in der Quellenstadt haben 30 Spendenboxen in der Stadt verteilt, die bis Weihnachten stehen bleiben sollen. Ein Gemeinschaftsprojekt, das Geld für den Verein Philip Julius generieren soll. Die Familienhelfer haben durch die Corona-Pandemie eine deutlich höhere Arbeitsbelastung und sind auf Spenden angewiesen.

Auch im Aki Gesa von Gastronomin Achberet Okbe steht eine Spendenbox. Thorsten Heimerl, Betreiber der Pilsstube, hat bereits alle 30 in der Stadt verteilt. Was der Zusammenhalt der Vilbeler Gastronomen bewirken kann, hat sich während der Pandemie schon gezeigt, man unterstützt sich gegenseitig. Nun möchten die vielen Restaurants, Cafés und Bars in der Quellenstadt trotz anhaltender eigener Notlage auch an andere denken.

Zuspruch von Gästen

»In den vergangenen Monaten haben wir sehr viel Zuspruch von Gästen erhalten«, betont Tim Wegge, Inhaber der Genusserie. »Es gibt aber auch Institutionen in Bad Vilbel, die ebenfalls durch die Pandemie in Probleme gerutscht sind. Da wollen wir jetzt etwas tun.« Der Verein Philip Julius bietet seit Jahren schwerstbehinderten Menschen und ihren Familien Unterstützung. Von Ausstellungen, Seminaren über Entspannungszeiten für die Familien bis hin zur Beratung. »Wir haben schon öfter mit dem Verein zusammengearbeitet. Bei unserem Hofweihnachtsmarkt vor einigen Jahren konnten wir schon über 3000 Euro an Philip Julius spenden«, sagt Tim Wegge. Thorsten Heimerl hat die 30 Boxen organisiert, auch Metzgermeister Jochen Lukarsch und Friseur Thomas Horinek haben sich der Aktion angeschlossen. »Das verbindet uns alle noch mehr miteinander und wir tun mit der Aktion etwas Gutes«, resümiert Thorsten Heimerl. Zudem würden Gäste, die auf die Spendenboxen aufmerksam werden, Fragen zum Verein stellen und sich über diesen informieren.

Nadine Bauer ist Geschäftsführerin des Vereins und glücklich über die Hilfe der Gastronomen. Denn ein weiterer Winter mit Corona-Welle steht an und das bedeutet für den Verein eine hohe Belastung, denn auch für die Familien, um die sich der Verein kümmert, sind die dunklen Monate in Verbindung mit den Corona-Maßnahmen deutlich schwerer. »Für diese Familien bricht vieles weg. Beratungs- und Betreuungsangebote, die dafür sorgen, dass die Familie auch einfach mal ausspannen und sich um wichtige Dinge abseits der Pflege kümmern, fallen weg.« Schule, ehrenamtliche Hilfen, all das ist durch steigende Corona-Zahlen in Gefahr und sorgt dafür, dass einer Familie die Decke auf den Kopf fällt.

»Vergangenen Winter standen die Telefone bei uns nicht still und das fängt gerade wieder an. Wir wollen die Kapazität für Beratungsangebote erhöhen, dafür werden wir die Spenden verwenden«, kündigt Bauer an.

Wer möchte, kann den Verein Philip Julius auch auf anderem Wege unterstützen. Das Spendenkonto ist unter der IBAN: DE64 5019 0000 6300 864935 zu finden. Wer mehr über den Verein erfahren möchte, kann sich unter Telefon 0 61 01/9 89 07 70 oder per Mail an info@philip- julius.de melden. Die Webseite ist unter www.philip-julius.de erreichbar. nma

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