Schaukeln, Klettern und mehr ist wie hier auf dem Spielplatz Ritterweiher wieder möglich. Leonardo freut sich. 	FOTOS: FAUERBACH
+
Schaukeln, Klettern und mehr ist wie hier auf dem Spielplatz Ritterweiher wieder möglich. Leonardo freut sich. FOTOS: FAUERBACH

Endlich wieder klettern und toben

  • vonChristine Fauerbach
    schließen

Wochenlang waren die Bad Vilbeler Spielplätze verwaist, nun sind sie wieder fest in Kinderhand. Aber etwas ist anders ans zuvor: Die Ordnungspolizei kontrolliert täglich, ob die Abstands- und Hygienevorschriften eingehalten werden.

Fröhliches Kinderlachen mischt sich auf den Spielplätzen der Quellenstadt mit vielstimmigem Vogelgezwitscher. Voller Elan haben die Kinder Anfang der Woche die städtischen Spielplätze wieder in Besitz genommen.

»Wir haben die Sperrung der öffentlichen Spielplätze am Dienstag aufgehoben. Allerdings gelten die Abstandsgebote und Hygienevorschriften weiterhin«, sagt Erster Stadtrat und Ordnungsdezernent Sebastian Wysocki (CDU). Schilder mit entsprechenden Hinweisen sind aufgestellt worden. »Unsere Ordnungspolizei ist täglich auf Streife im Stadtgebiet unterwegs und kontrolliert die Spielplätze«, kündigt Wysocki an.

Alle sollen sich an Regeln halten

Dabei würden die städtischen Mitarbeiter das Gespräch mit den Erwachsenen suchen. Sie weisen auf die Regeln für öffentliche Räume hin, die eingehalten werden müssen. Wysocki appelliert an die Eigenverantwortung der Bürger. Die Eltern seien in der Pflicht, dass die Regeln eingehalten werden. Er bittet sie, das Spielen der Kinder in Gruppen zu unterbinden und die Hygienevorschriften einzuhalten. Dazu gehöre, den Kindern die Hände nach dem Spielplatzbesuch gründlich zu waschen.

Auch wenn die Kontaktbeschränkungen gelockert wurden und schon bald weitere Einschränkungen zurückgeschraubt werden sollen, gelten mindestens bis zum 5. Juni limitierende Vorgaben zu persönlichen Kontakten. »Nur wenn wir uns alle an die Vorschriften halten, können wir das Virus eindämmen«, sagt Wysocki.

Stets gut besucht ist der Spielplatz am Ritterweiher. Hier laden verschiedene Schaukeln, Klettergerüste, Rutschen, Wippen, Sandflächen, Spielhäuschen und eine Seilbahn zum Tollen und Toben im Schatten unter den großen Bäumen ein.

Endlich nicht mehr allein im Garten

Zu den Besuchern gehört an diesem Nachmittag Ferial Gharro. Sie ist mit ihrem Enkel Lio Gourgis gekommen. Der fast Dreijährige hat das Spielhäuschen für sich entdeckt. Das Duo freut sich über den geöffneten Spielplatz. Vor allem Kleinkinder hätten nicht verstanden, warum sie bei einem Spaziergang nicht auf den Spielplatz gehen durften. Das bestätigen auch Katsiaryna und Markus Schmitt. »Der Spielplatz am Ritterweiher ist der Favorit von Leonardo«, sagen die Eltern. Der Vierjährige liebt diesen Spielplatz, weil es hier eine so große Auswahl an Geräten gibt. Und er hier immer jemandem zum Spielen treffe.

Wegen der geltenden Vorschriften, muss Leonardo sich allerdings bei diesem Besuch mit Mama und Papa als Spielpartner begnügen. Auf dem Spielplatz ist es einfach abwechslungsreicher als allein im heimischen Garten. »Jetzt warten wir noch auf die Öffnung der Kindergärten. Leonardo versteht nicht, warum er nicht mehr dorthin darf.«

Auch auf dem Spielplatz an der Berliner Straße sind Kinder unterwegs. Zu ihnen gehören drei Jungen, die einfach nur glücklich sind, dass »ihr« Platz wieder zum Spielen zur Verfügung steht.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare