Die Raumnot in der Gronauer Grundschule herrscht bereits seit 2008. Zum Schuljahr 2022/23 soll die Erweiterung abgeschlossen sein. FOTO: CHRISTINE FAUERBACH

Ende der Raumnot in Sicht

Bad Vilbel(cf). Gleich zwei Jubiläen können die Gronauer im kommenden Jahr feiern. Am 1. Juli 2021 ist Gronau seit 50 Jahren ein Stadtteil von Bad Vilbel und seit 500 Jahren gibt es in Gronau eine Schule. Erhöht wird die Vorfreude auf das Schuljubiläum jetzt durch die Nachricht von Europaministerin Lucia Puttrich und Landrat Jan Weckler. Die Europaministerin kündigte über 6,3 Millionen Euro Fördergelder aus dem Kommunalen Investitionsprogramms (KIP II) sowie der Hessenkasse für Investitionen in Schulstrukturen an.

Mensa auch für öffentliche Nutzung

In den Genuss der Steuergelder kommen vier Schulen im Wetteraukreis. Die größte Einzelmaßnahme mit einem Investitionsvolumen von 4,1 Millionen Euro fließt in den Ausbau der Außenstelle Gronau der Stadtschule Bad Vilbel. "In den 4,1 Millionen Euro sind die Maßnahmen für den Ausbau von der Ein- auf die Zweizügigkeit sowie für die Erweiterung der Ganztagsflächen durch einen Anbau am Grundschulstandort Gronau enthalten", informiert Kreispressesprecherin Petra Schnelzer. Der Baubeginn ist auf Anfang 2021 terminiert, die Fertigstellung für Sommer 2022 (zum Schuljahr 2022/23) geplant.

Zweistöckiger Anbau geplant

Die Nachricht löst bei den derzeit 100 Schülern, ihren Eltern, den sieben Lehrern, einer Referendarin sowie den drei zwischen den Standorten Kernstadt und Gronau pendelnden Lehrkräften, große Freude aus. Kein Wunder, denn die Raumnot im Stadtteil ist bereits seit 2008 bekannt. Nicht nur seit Jahren steigende Schülerzahlen, sondern auch das von einem hohen Prozentsatz der Schüler genutzte, seit 2015 bestehende Ganztagsangebot, bringt einen dauerhaften zusätzlichen Raumbedarf mit sich, wie Schulleiterin Sabine Zecha sagt. Gelindert wurde die bestehende Raumnot vor zwei Jahren mit dem Aufstellen von zwei zusätzlichen Klassenraumcontainern. Diese ergänzen eine aus dem Schuljahr 2016/17 bestehende Containeranlage, die ebenfalls über zwei Klassenräume verfügt. Eine zusätzliche Erleichterung, mit deren Hilfe sich die besonderen Hygieneanforderungen in Corona-Zeiten besser einhalten lassen, brachte ein vom Wetteraukreis aufgestellter neuer WC-Container mit drei Toiletten für Mädchen, ein Jungen-WC und drei Urinale samt Waschbecken. Auch während der Bauzeit wird der WC-Container für mehr Komfort sorgen.

Der neue, zweistöckige Anbau schafft Platz für vier zusätzliche Klassenräume und zwei Gruppenräume. An diesen Anbau schließt sich eine eingeschossige Mensa an. Auf einem Teil des Mensadachs wird ein grünes Klassenzimmer entstehen. Auf Wunsch der Stadt Bad Vilbel wird die Mensa mit einer Trennwand als flexibel unterteilbarer Mehrzweckraum mit zwei Küchenbereichen und einer Teeküche sowie separaten Sanitärbereichen gestaltet. Damit steht sie ab 17 Uhr für die Gremien- und Vereinsarbeit zur öffentlichen Nutzung zur Verfügung.

Die rund 350 000 Euro hohen Mehrkosten für die zusätzlich zu errichtende Mensafläche von rund 150 Quadratmetern trägt die Stadt Bad Vilbel. Errichtet wird der Anbau auf dem Schulhof und Teilen des Parkplatzes. Auf dem verbleibenden Schulhof soll es neue Spielmöglichkeiten für die Grundschüler geben informiert die Schulleiterin.

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