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Eva Raboldt (l.) und Silke Schöck leiten die Bürgeraktive.

Mit einem Quiz ins Gespräch kommen

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Bad Vilbel(nma). Die Leiterin der Bürgeraktive, Eva Raboldt, strahlt die vorbeikommenden Vilbeler an. Viele bleiben an den Ständen stehen oder bekommen ein von ihr und ihrer Kollegin Silke Schöck erstelltes Quiz in die Hand gedrückt. Auf diesem sind die acht Selbsthilfegruppen aufgelistet, die sich beim Selbsthilfetag im Rahmen des Bad Vilbeler Bürgerempfangs vorstellen.

"Die Fragen sind so konzipiert, dass die Besucher an die Stände gehen und nachfragen müssen", sagt Raboldt. "So kommen die Leute ins Gespräch." Zu gewinnen gibt es einen Gutschein für das Café auf dem Kreativmarkt im November, das die Bürgeraktive traditionell ausrichtet. "Wir freuen uns, dass wir seit diesem Jahr mitten zwischen den Ständen sind", sagt Raboldt. Die Bürgeraktive ist Träger der Selbsthilfekontaktstelle in Bad Vilbel und konnte 2018 ihr 30-jähriges Bestehen feiern. 50 Selbsthilfegruppen gibt es insgesamt. Betroffene von Krebserkrankungen, Depressionen oder Diabetes gehören dazu, aber auch Gesprächskreise für Eltern, Integration oder Senioren. "Das ist schon etwas besonderes für eine Stadt wie Bad Vilbel, so stark aufgestellt zu sein", sagt Eva Raboldt. Die Selbsthilfekontaktstelle bekomme verschiedene Förderungen von Kreis und Land, doch gerade die Stadt engagiere sich finanziell sehr. Die Selbsthilfekontaktstelle, fügt Raboldt hinzu, fühle sich als zentraler Anlaufpunkt in Bad Vilbel, wenn es rund um das Thema Medizin geht. Schließlich bietet die Kontaktstelle nicht nur die Gesprächsgruppen an, sondern auch Vorträge.

Einige Stände weiter stehen Gerhard Schmudde und seine Frau Helga. Die beiden leiten die Selbsthilfegruppe Schlafapnoe und haben neben Informationsmaterial auch verschiedene Masken mitgebracht, die Betroffenen den Schlaf erleichtern können. "Wir sind die einzige Gruppe im Rhein-Main-Gebiet, die sich mit Schlafapnoe beschäftigt", erklärt Schmudde. Immer wieder kommen Besucher am Stand vorbei, nehmen sich einen Flyer, zeigen ihn ihrem Partner, der daraufhin nur abwinkt. Reaktionen, die Schmudde kennt: Meistens sei es der Partner, der feststellt, dass etwas nicht stimmt, der Röcheln, Atemaussetzer oder extremes Schnarchen wahrnehme. Alle zwei Monate trifft sich die Selbsthilfegruppe, das nächste Mal am 5. November. Neben Gesprächen bieten die Schmuddes den Besuchern Vorträge und technische Unterstützung bei den medizinischen Masken durch Fachleute an. "Auch gibt es derzeit Probleme bei Krankenkassen. Viele wollen die Untersuchung in Schlaflaboren nicht mehr bezahlen." Auch dabei bietet die Gruppe Unterstützung.

Alle Selbsthilfegruppen sind unter www.buergeraktive-bad-vilbel.de zu finden.

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