Bernd Hielscher  Spitzenkandidat SPD
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Bernd Hielscher Spitzenkandidat SPD

Für eine nachhaltige Stadt

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Bad Vilbel (pm). Die Stadt Hanau beweise eindrucksvoll, was eine Kommune und ihre Bürger für den Klimaschutz tun können, findet die Bad Vilbeler SPD. Angelika Gunkel arbeitet bei der Hanauer Stabsstelle für Nachhaltige Strategien und hat bei den Bad Vilbeler Sozialdemokraten einen Online-Vortrag gehalten.

Der Spitzenkandidat der SPD, Bernd Hielscher, monierte: »Wir scheitern derzeit mit Ideen und Vorstellungen rund um den Klimaschutz in Bad Vilbel am Magistrat und der Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung.« Für die SPD in der Quellenstadt gelte allgemein, dass Wald, Bäume, Streuobstwiesen, Flüsse und Bäche unbedingt erhalten bleiben müssen. »Es muss jetzt gehandelt werden. Mehr und mehr Kommunen leisten sich deshalb eine Stelle für Klimaschutz und Nachhaltigkeit.« Die SPD fordere seit Langem die Einrichtung dieser Stelle.

Seit 2007 arbeitet Gunkel bei der Stadt Hanau. »Wir haben in Hanau knapp 100 000 Einwohner und neun Stadtteile. Hanau ist bereits 1993 dem Klima-Bündnis beigetreten«, berichtete sie. Dabei handle es sich um eines der größten Städtenetzwerke, das die Teilnehmer verpflichte, Emissionen zu senken und sich in Netzwerkarbeit zu beteiligen.

»Auch für Bad Vilbel wäre das sicherlich eine gute Möglichkeit, um sich Ziele zu setzen und diese dann auch anzugehen«, sagte Hielscher. Für die nachhaltige Arbeit einer Kommune sei das unerlässlich, so Gunkel: »Dort kommt man immer wieder in den Austausch mit anderen Kommunen und Experten.«

»2008 trat Hanau der Europäischen Klimaschutzinitiative, dem Konvent der Bürgermeister, bei«, informierte Gunkel. 20 Prozent höhere Energieeffizienz, 20 Prozent weniger Treibhausgase und die umfassende Nutzung von erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 lautete die Zielsetzung. »Ganz wichtig für diesen Prozess war die Gründung des Arbeitskreises Energieeffizienz«, beschrieb Gunkel. Darunter könne man sich einen Runden Tisch vorstellen, an den alle städtischen Hanauer Institutionen geholt wurden, von der Abfallwirtschaft bis zum Klinikum. »Das hat es ermöglicht, dass alle Bereiche der Stadt auf diesem Sektor aktiv geworden sind.« Nutzung von Ökostrom, eine Passivhaussiedlung, Öffentlichkeitsarbeit und die Umstellung des Fuhrparks auf klimaverträgliche Antriebe seien Beispiele für konkrete Maßnahmen, die die Stadt umfassend in Angriff nehmen konnte.

Ein Konzept, das sich die Bad Vilbeler SPD auf die Agenda für die kommende Kommunalwahl schreibe: »Darin finden wir uns definitiv wieder und wollen in Zukunft für einen Runden Tisch dieser Art werben«, betonte Hielscher. »Auch die Bürgerbeteiligung wie sie in Hanau stattgefunden hat, halte ich für eine gute Idee, die in Bad Vilbel umsetzbar ist.« Schließlich habe die frühe Bürgerbeteiligung bei der Planung des Hessentags gezeigt, was Vereine, Stadt und Bürger gemeinsam bewegen könnten.

Hielscher sei wie seine Parteigenossen beeindruckt und inspiriert davon, was Hanau mit Gunkel aufgebaut hat: »Wenn ich das mit Bad Vilbel vergleiche, dann haben wir hier viel Arbeit vor uns.«

Die Sozialdemokraten würden sich weiterhin für die Schaffung einer Stabsstelle einsetzen und für den Klima- und Umweltschutz in der Quellenstadt kämpfen.

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