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Christopher Klassen singt Lieder von Bill Ramsey.

Eine Hommage an Bill Ramsey

  • VonChristine Fauerbach
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Bad Vilbel (cf). Mit »Swing ist the King - The great American Songbook« holen die Kicks & Sticks, das Landes-Jugend- Jazz-Orchesters Hessen, unter der Leitung von Wolfgang Diefenbach den Swing, Jazz und Big Band-Sound auf die Bühne der Burgfestspiele. Verstärkt werden die 18 Musiker und Musikerinnen von Sänger Christopher Klassen und dem Vokalensemble Kicks & Sticks Voices bei ihrer Hommage an Bill Ramsey.

Der von vielen Stars interpretierte Evergreen von Cole Porter »I’ve got you under my skin« mit markantem Posaunensolo erklang am Samstagabend in der Wasserburg. Er spiegelt zugleich die Begeisterung der jungen Musikerinnen und Musiker des Landes-Jugend-Jazz-Orchesters (LJJO) und Sänger Christopher Klassen für den Swing wider. Swing, die populärste Stilrichtung des Jazz, ist untrennbar mit den großen Jazzorchestern, genannt Big Bands, verbunden. Diesen holten die Interpreten mit Können, Elan, Stimme und ausgeprägter Spielfreude in die Wasserburg. Der Konzerttitel war Programm. Das war zugleich eine Hommage an den vor kurzem verstorbenen Bill Ramsey, dem das LJJO eng verbunden ist. Der amerikanisch-deutsche Entertainer, Jazz- und Schlagersänger William McCreery Ramsey ist von Beginn an ein großer Förderer der 1985 gegründeten hessischen Nachwuchs-Big-Band. Er war zehn Jahre lang von 1985 bis 1995 der erste Präsident des Fördervereins des LJJO Hessen, und er vermachte ihm mehr als 100 seiner Titel. Für dieses wunderbare Geschenk bedankten sich die jungen Interpreten mit Gesangssolist Christopher Klassen mit zahlreichen Songs.

Spielfreudig nach Bühnenabstinenz

Nach langer Bühnenabstinenz brannten die Interpreten förmlich darauf, ihr Können live zu präsentieren. »Das ist nach der fast zweijährigen Abstinenz unser viertes Konzert. Jedes Konzert hatte nach nur einer Woche Probe ein komplett anderes Programm«, sagte Dirigent und Moderator Wolfgang Diefenbach. Zwar wurde im Laufe des Abends die Herbstluft immer kühler und feuchter, was das Nachstimmen einiger Instrumente erforderte, aber die Musik blieb bis zum letzten Ton heiß. Auf der Bühne sorgten Spots für Konzertatmosphäre und am Himmel der Vollmond für Romantik.

Immer wieder traten Musiker vor das Orchester, um ihr Können bei mit viele Beifall bedachten Soli beispielsweise bei »In The Mood« von Glenn Miller oder »Sing, Sing, Sing - with a Swing« von Benny Goodman zu präsentieren. Gemeinsam mit dem Vokalensemble Kicks & Sticks Voices interpretierte das LJJO Songs wie »Stardust« von Hoagy Carmichael aus dem Jahr 1927, der zu den am meisten nachgespielten Popsongs aller Zeiten gehört. Oft gespielt wurde er von der Swing-Vokalgruppe The Modernaires, die in den 1940er Jahren mit Glenn Miller zusammenarbeitete. Zu den klassischen Grundlagen des LJJO gehört der Sound der Count Basie-Band von der es »Down For The Count« in der Swing Orchestra-Version spielte. Das Publikum honorierte das Spiel immer wieder mit Zwischenapplaus. Bei Songs wie »Smack Dab In The Middle« von den New York Voices klatschten die Swing-Fans den Takt mit. Nicht fehlen durften Titel wie »Alright, Okay, You Win« von dem amerikanischen Jazz-Sänger Joe Williams, der für seine Auftritte mit der Count-Basie-Band bekannt ist. Größen wie der Jazzmusiker Bill Holman arrangierten für die erste CD Kicks & Sticks des LJJO Hessen Stücke wie die Komposition »I’d Rather Be A Gambler«.

Zum Repertoire gehörten, passend zum Naturschauspiel am Abendhimmel, Evergreens wie die »Moonlight Serenade« von Glenn Miller und »Fly Me To The Moon« von Frank Sinatra, aber auch »The Ribbon Kit« von Buddy Rich, »Route 66«, den Bobby Troup schrieb und Nat King Cole veröffentlichte. Mit dem von den Kicks & Sticks und Klassen als Zugabe gegebenen Klassiker - dem Lieblingstitel von Bill Ramsey - »Georgia On My Mind« von Ray Charles endete der Abend stimmungsvoll.

Mit Swing, Jazz und Big-Band-Sound unterhält das Landes-Jugend-Jazz-Orchester Hessen das Publikum.

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