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Am Ortsrand von Dortelweil soll ein Gewerbegebiet für Bad Vilbeler Betriebe entstehen.

Ein Gewerbegebiet für Vilbeler Betriebe

  • VonPatrick Eickhoff
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Bad Vilbel (wpa). Am Rande Dortelweils soll ein neues Gewerbegebiet entstehen. Dafür hat sich am Mittwochabend der Ortsbeirat ausgeprochen. Durch die Aufstellung des Bebauungsplans »Nördlich der Theodor-Heuss-Straße II« solle die planungsrechtliche Grundlage zur Erweiterung des bestehenden Gewerbegebietes geschaffen werden, informierte Erster Stadtrat Sebastian Wysocki (CDU) die Ortsbeiratsmitglieder im Kultur- und Sportforum.

»Seit bekannt ist, dass wir dort ein kleines Gewerbegebiet planen, haben wir 22 Bewerbungen erhalten von Bad Vilbeler Unternehmen oder Unternehmen mit Bezug zu Bad Vilbel«, so Wysocki. Es handele sich um verschiedene Betriebe - von der Autowaschstraße, über den Steuerberater bis zum Handwerksbetrieb.

Neben der Aufstellung des Bebauungsplans im Vollverfahren müssen noch drei weitere Beschlüsse in der Stadtverordnetenversammlung am Dienstag, 28. September, gefasst werden. »Der Beschluss über die frühzeitige Beteiligung der Behörden und der Öffentlichkeit, der Antrag auf die Änderung des Flächennutzungsplans sowie ein Antrag auf die Ausnahme vom Flächenausgleich«, sagte Wysocki.

Parksituation am Weitzesweg Thema

Besonders der letzte Punkt rief Thomas Stoß (Grüne) auf den Plan. »Wir finden es schade, dass es keine Ausgleichsflächen gibt«, sagte er. Anschließend kam er auf die Tier- und Pflanzenwelt zu sprechen. Schließlich werde ein großer Teil der Fläche landwirtschaftlich genutzt. Erster Stadtrat Wysocki erläuterte, dass es sich um ein Vollverfahren handele. »Es wird alles genau geprüft und nichts einfach gebaut.«

Thomaß Stoß (Grüne) fuhr anschließend fort. Er fragte, ob die Bedarfe nach der Fläche »wirklich verbindlich sind« und ob über eine Art Absicherung nachgedacht werde. »Die Stadt hat in den vergangenen Jahren viel verkauft, aber viel liegt auch brach. Vielleicht sollte man erst mal die Flächen nutzen, die es gibt, als immer neue auszuweisen.« Wysocki entgegnete, dass man für diese Art von Gewerbe keine Fläche habe.

Hagen Witzel (CDU) fügte im Namen der Koalition an: »Es ist wichtig, dass Vilbeler Betriebe die Möglichkeit haben, zu expandieren.« Deshalb stehe man dem Gebiet in Randlage als Koalition positiv gegenüber.

Bei Enthaltung der Grünen stimmten CDU, SPD und FDP für den Antrag.

Anschließend war im Ortsbeirat weiterhin die Theodor-Heuss-Straße ein Thema. Allerdings nicht wegen Ansiedlung von Gewerbe, sondern wegen des Verkehrs. Sowohl die FDP als auch CDU und SPD hatten Anträge gestellt, die sich um die Verkehrsberuhigung drehten. Gero Hofmann (FDP) erläuterte, dass es seit dem Abbau des festen Blitzers immer mehr zu Geschwindigkeitsüberschreitungen komme. Die FDP hätte deshalb gerne Fahrbahnmarkierungen angebracht, die auf die Rechts-vor-Links-Regelung hinweisen sowie auf das Tempo 30. Die Koalition stellte einen ähnlichen Antrag und würde gerne zwei Piktogramme - jeweils rund 20 Meter vor den Kreuzungen der Theodor-Heuss-Straße mit der Raiffeisenstraße und der Freiherr-vom-Stein-Straße - anbringen.

Sebastian Wysocki (CDU) berichtete, dass er mit der Straßenverkehrsbehärde gesprochen habe. »Es handelt sich um keinen Unfallschwerpunkt«, sagte er. »Es wäre besser, wenn wir erst die 30 aufbringen und dann beobachten. Diese Bitte hat die Behörde.« So könne man im Nachhinein noch reagieren, falls die Piktogramme nicht helfen. Dem Antrag folgten alle Anwesenden.

Außerdem einigten sich alle Parteien auf Initiative der FDP, dass die Unterführung der Bahngleise neu gestrichen wird. Außerdem kümmert sich die Straßenverkehrsbehörde um die Parksituation am Weitzesweg. »Die Fahrzeuge blockieren den Fußweg«, bedauerte Hofmann. Wysocki sagte: »Das können wir schnell abhaken. Die Behörde hat das geprüft. Sie haben recht.«

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