Fotoband

Ehepaar Gschwilm stellt "Bad Vilbel – Früher und Heute" vor

  • vonChristine Fauerbach
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Agathe Gschwilm-Baur und Peter Gschwilm stellen das Bad Vilbel von damals dem von heute gegenüber – in einem Fotoband, der den Titel "Bad Vilbel – Früher und Heute" trägt.

"Bilder von früher lassen uns von vergangenen Zeiten träumen. Bilder von heute lassen uns neue Ansichten entdecken. Bilder von früher und heute zeigen uns, wie sich unsere Stadt verändert hat", fasst Peter Gschwilm Idee und Konzeption des neuen Fotobandes "Bad Vilbel – Früher und Heute" zusammen. Gemeinsam mit Ehefrau Agathe Gschwilm-Baur hat er fotografische Schätze gehoben, die er auf 169 Seiten zeigt. "Dies ist der erste Bildband über Bad Vilbel mit einem Vergleich von historischen und aktuellen Fotos", sagt der gebürtige Bad Vilbeler. Das älteste Foto vom Sprudelbad ist um 1900 herum aufgenommen worden. Das jüngste zeigt ein Luftbild mit den ersten modernen Wohnbauten auf dem Gelände der ehemaligen Massenheimer Ziegelei.

Die Fotos stammen aus dem Privatarchiv von Peter Gschwilm, aus dem Nachlass seines Wanderfreundes Manfred Seeger, aus dem Stadtarchiv und von anderen Fotografen. Den Anstoß zur Publikation gab die Entwicklung der Stadt in den letzten Jahrzehnten von einer beschaulichen Gemeinde mit rund 6200 Einwohnern nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur heutigen, weiterwachsenden Kommune mit 35 000 Bürgern. "Viele Vilbeler Einwohner kennen das ›alte‹ Vilbel nicht mehr. Entweder weil sie zu jung sind oder zu den Neubürgen gehören. Wenn wir vom ›alten Vilbel‹ sprechen, dann meinen wir in diesem Fall die Zeit vor 1948. Drei Jahre nach Kriegsende erhielt die Stadt von der Hessischen Landesregierung die Bezeichnung ›Bad‹ offiziell zuerkannt", sagt Peter Gschwilm.

Vorbild aus Texas

"Es gibt viele gute Gründe für diesen Band", bekräftigt Verlegerin Agathe Gschwilm-Baur. Vorbild für die neue Publikation ist ein Bildband von San Antonio in Texas. "Der hat mir gut gefallen, und so etwas hatten wir bisher für unsere Stadt nicht", schwärmt Peter Gschwilm.

Das Gesicht der Stadt veränderte sich durch den Wiederaufbau nach dem Krieg, die Entstehung der Siedlung Heilsberg 1948, der Gebietsreform 1971/72 mit Eingemeindung der Stadtteile Dortelweil, Gronau und Massenheim und der Ausweisung neuer Baugebiete wie Dortelweil-West oder dem Quellenpark ständig. Beim Blättern im Band kann der Betrachter sehen, wie sich Gebäude und Plätze, aufgenommen aus der jeweils gleichen Perspektive, verändert haben. Zu ihnen gehören das Historische Rathaus, die Alte Mühle und die Wasserburg, Kur- und Stadthaus oder die Kirchen. "Früher war nicht alles besser, aber anders", sagt Gschwilm.

Funde aus der Bronze- und der Eisenzeit belegten, dass die Region bereits 5000 vor Christus besiedelt war. Die erste urkundliche Erwähnung von "felwila" stammt aus dem Jahr 774 und steht in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorch. Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr findet: "Beim Betrachten der Bilder werden viele Erinnerungen wach. Der Band bietet eine gute Gelegenheit, um in der Geschichte der Stadt zu schmökern, Gespräche über Geschichte und Stadtentwicklung anzuregen." Er dankte dem Verlegerehepaar dafür, dass sie mit ihren vielfältigen Publikationen über Bad Vilbel mit großem Engagement und viel Liebe zum Detail die Vielseitigkeit der Stadt zeigten und bewahrten.

Das nächste große Buchprojekt des Ehepaares ist ein für Frühjahr 2018 angekündig-tes, zweibändiges "völlig, neues Geschichtsbuch". Darin werde auf jeweils 320 Seiten die Geschichte der Stadt von der Urzeit bis zum Jahr 2020 geschildert. Im ersten Teil chronologisch, im zweiten Teil anhand von Menschen, Einrichtungen und Gebäuden.

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