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Saison 2019 beendet: Eine Fachfirma baut das Leinwandgerüst ab. In einem Jahr wird es aber wieder dort stehen.

Nach 14 Vorstellungen

Durchwachsene Bilanz beim Bad Vilbeler Open-Air-Kino

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Nach der Open-Air-Kino-Saison zieht man in Bad Vilbel nun Bilanz. Eine symbolisch wichtige Zahl wurde knapp verfehlt.

Die Open-Air-Kino-Saison 2019 ist vorüber. Kinoleiter und Organisator Dennis DiRienzo blickt mit gemischten Gefühlen zurück. Denn das wechselhafte Wetter hat ihm und seinem Team einen Strich durch die Rechnung gemacht. Gleichwohl hat es aber auch unvergessliche Momente gegeben.

Es sind 45 Zuschauer, die Dennis Di Rienzo und seinem Team letztendlich die zweistellige Zuschauerzahl verhageln: 9955 Menschen haben in diesem Jahr die 14 Vorstellungen des Bad Vilbeler Open-Air-Kinos besucht. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es 11 125 Besucher. Doch auch wenn es ärgerlich ist, dass nicht ganz 10 000 Besucher zu verzeichnen waren, sei die Zuschauerzahl nicht schlecht. "Die Saison war eben durchwachsen. Das lag am Wetter", resümiert ein entspannter Dennis DiRienzo.

Sehr schade findet er, dass das Wetter am Tag von "Bohemian Rhapsody" so schlecht gewesen sei. "Das war ein Film, da hat der Vorverkauf geglüht. Uns war klar, da wird es rappelvoll", sagt er. Doch erfahrungsgemäß kommen bei schlechtem Wetter 50 Prozent der Leute, die eigentlich ihren Besuch geplant hatten, doch nicht. "Bei ›Bohemian Rhapsody‹ waren es nicht ganz so viele, die nicht gekommen sind, aber es waren trotzdem nur etwa 800 Menschen im Publikum."

Bilanz nach der Open-Air-Kino-Saison: Überraschung am Tor

Trotzdem hatten die Besucher in diesem Jahr wieder viel Spaß im Freibad. Mit unvergesslichen Momenten - auch für Cineast DiRienzo: "Ganz besonders war der Abend, an dem wir ›Traumfabrik‹ gezeigt haben", erinnert er sich. "Da bekam ich plötzlich einen Funkspruch, dass jemand am Eingangstor sei, der behauptet, der Regisseur des Films zu sein", sagt DiRienzo und schmunzelt. "Ich dachte mir gleich, dass das nicht sein kann, habe den Regisseur schnell per Google gesucht. Und da stand er tatsächlich am Tor!" Martin Schreier heißt dieser und sei an dem Tag in Bad Homburg unterwegs gewesen. Über den Instagram-Post einer Kinobesucherin war er auf das Open-Air-Kino aufmerksam geworden und hatte sich entschlossen, seinen Film im Bad Vilbeler Freibad anzuschauen.

"Schreier hatte so die Gelegenheit, seinen Film mal auf eine ganz ehrliche Weise zu sehen. Denn im Publikum wusste niemand, dass er da ist", sagt DiRienzo. "Erst nach dem Film haben wir ihn vorgestellt und mit ihm ein kleines Interview auf der Bühne gemacht. Er war total gerührt, und das Publikum war völlig aus dem Häuschen." Selbst danach hätten noch zahlreiche Besucher die Möglichkeit genutzt, Regisseur Schreier auszufragen.

"Die Rückmeldungen zum kurzfristig eingesprungenen Catering-Team, bestehend aus Jochen Lukarsch und Gian Carlo Pöschko Benites, waren großartig. Auch wenn die beiden und ihr Team ziemlich ins Schwitzen gekommen sind, denn der Ansturm war enorm", sagt DiRienzo. Er hat außerdem bereits eine Idee, was zum nächsten Jahr hin geändert werden könnte: "Das Kaufverhalten der Besucher hat sich in den letzten Jahren geändert. Viele befürchten, keinen Platz mehr zu bekommen und gehen deshalb zum Vorverkauf." Mindestens 60 Prozent der Tickets in diesem Jahr seien auf diese Weise verkauft worden. An der Abendkasse gebe es jedoch meist noch genug Eintrittskarten. "Aber da werden wir uns etwas einfallen lassen müssen für die kommenden Jahre, damit wir mehr Tickets im Vorverkauf haben, die Geldbeutel aber trotzdem geschont werden", kündigt DiRienzo an.

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