Die Jungen und Mädchen der Klasse 4b der Regenbogenschule in Dortelweil haben selber Stromprüfgeräte gebaut und dabei viel gelernt. 	FOTOS: PV
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Die Jungen und Mädchen der Klasse 4b der Regenbogenschule in Dortelweil haben selber Stromprüfgeräte gebaut und dabei viel gelernt. FOTOS: PV

Bis die Diode leuchtet

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Bad Vilbel. Die Klasse 4b der Regenbogenschule in Dortelweil nimmt am Projekt »Zeitung in der Grundschule« der Wetterauer Zeitung und der Ovag teil. Die pädagogische und organisatorische Betreuung leistet wieder das »Institut zur Objektivierung von Lern- und Prüfungsverfahren« (IZOP) in Aachen. Hier kommt ein Artikel der Klasse, der sich mit dem Bau eines Stromprüfgeräts und dem Projekt TÜV Kids befasst.

Drähte, Batterien, vier Reißzwecken und ein Hammer? Wie soll ich denn damit etwas bauen?«, fragten sich einige Kinder der Klasse 4b am Donnerstagmorgen. Fünf Wochen lang hatten sie sich im Sachunterricht mit dem Thema »Strom« beschäftigt, Glühbirnchen zum Leuchten gebracht, Schaltskizzen gezeichnet und sich über Reihen- und Parallelschaltung ausgetauscht. Ein besonderes Highlight war dann der Bau des Stromprüfgeräts von TÜV Kids.

Tagelang hatten die Kinder den Besuch und den Bau des Stromprüfgeräts mit großer Vorfreude erwartet. Umso größer war dann die Enttäuschung als feststand, dass der Termin aufgrund der steigenden Coronazahlen abgesagt werden musste. Dann die gute Nachricht: TÜV Kids konnte das benötigte Material an die Regenbogenschule liefern und stellte ein Video mit einer Schritt-für-Schritt-Erklärung bereit. Es konnte losgehen.

Am Anfang waren die Kinder noch sehr skeptisch, was sie mit dem gelieferten Material eigentlich machen sollten. »Einige von uns haben noch gar nicht mit einem Hammer gearbeitet. Das war ganz neu für uns«, erinnert sich Ann-Kathrin. Zunächst mussten die Kinder mithilfe einer Holzschablone vier Reißzwecken auf ihrem Brett befestigen und anschließend wieder herausziehen. Dadurch wurden die Löcher vorgebohrt, an denen letztendlich die einzelnen Drähte miteinander verbunden werden sollten. Als erstes wurden der Draht der vom Minuspol ausging und der Draht der Leuchtdiode mit einer Reißzwecke auf dem Brett befestigt. Was zuvor im Unterricht besprochen wurde, konnten die Kinder beim Bau ihres Stromprüfgeräts im Alltag wiedererkennen.

So wurden für das Prüfgerät keine Glühbirnen, sondern Leuchtdioden verwendet. Erik erklärte: »Die leuchten heller, werden nicht so heiß und verbrauchen weniger Strom, und das ist gut für die Umwelt.«

Herausfordernd sei für viele Kinder gewesen, dass der Draht ständig unter der Reißzwecke wegrutschte.

»Deshalb hämmerten sich einige von uns manchmal auf die Finger, statt auf die Reißzwecke, autsch!«, erzählt Cosima. Anschließend mussten die Leuchtdiode und der Widerstand gemeinsam mit einer Reißzwecke auf das Brett geklopft werden. Dabei lernten die Kinder, dass nicht jede Diode an jede beliebige Batterie angeschlossen werden kann: »Unsere Dioden vertragen nur 2 Volt, die Batterie hat aber 9 Volt und würde unsere Diode kaputt machen. Deshalb brauchen wir den Widerstand, der sorgt dafür, dass die Diode ganz bleibt.«

Nun mussten der Widerstand und eine Büroklammer mit einer Reißzwecke auf dem Brett befestigt werden. Eine weitere Büroklammer formten die Schülerinnen und Schüler erst zu einem »S« und dann weiter zu einem »G«, den sie mit dem Draht vom Pluspol in das letzte Loch klopften. Zum Schluss wurde die Batterie an die beiden Drähte für den Plus- und Minuspol angeschlossen. »Unser G ist eigentlich der Schalter von unserem Stromprüfgerät«, beschreibt Max. Mithilfe von verschiedenen Materialien, welche die Kinder zwischen die beiden Büroklammern hielten, konnten sie überprüfen, ob es sich dabei um einen Strom-Leiter oder Nichtleiter handelt.

Die Klasse 4 b

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