Tauschen sich über Digitalisierung in den Schulen aus (von links): Die beiden Schulamtsleiterinnen Christine Stanzel und Rosemarie zur Heiden sowie die FDP-Politiker Erich Schleßmann, Elke Sommermeyer und Jörg-Uwe Hahn. FOTO: PRIVAT

"Digitalisierung hat Verbesserungsbedarf"

Bad Vilbel(pm). Der hes- sische FDP-Landtagsvizepräsident Jörg-Uwe Hahn hat in seiner Heimatstadt Bad Vilbel zusammen mit der schulpolitischen Sprecherin der FDP im Wetterauer Kreistag, Elke Sommermeyer, und dem FDP-Fraktionsvorsitzenden in der Bad Vilbeler Stadtverordnetenversammlung, Erich Schleßmann, das staatliche Schulamt für den Wetterau- und Hochtaunuskreis besucht, um sich bei der Amtsleiterin Rosemarie zur Heiden und deren Stellvertreterin Christine Stanzel am neuen Standort des Schulamts über aktuelle Themen zu informieren.

"Der Umzug von Friedberg nach Bad Vilbel hat hervorragend funktioniert, auch wenn wir während des Lockdowns umgezogen sind. Alle Mitarbeiter schätzen die Großzügigkeit unserer Räumlichkeiten hier. Deshalb sind wir zufrieden, nunmehr in Bad Vilbel zu sein", erklärte die Schulamtsleiterin zur Heiden. Gleichzeitig lobte sie das Engagement ihrer Mitarbeiter, ohne dem der reibungslose Umzug nicht möglich gewesen sei.

Defizit bei Berufsschullehrern

"Wir freuen uns darüber, dass sich das Schulamt trotz der schwierigen Zeiten gut in Bad Vilbel akklimatisiert hat", entgegnete der Fraktionschef der Liberalen in der Quellenstadt, Erich Schleßmann. Für Bad Vilbel sei der Umzug des Schulamts eine willkommene Bereicherung. In seiner Funktion als Bad Vilbeler Sozialdezernent lud Hahn alle Mitarbeiter des Schulamts ein, auch die Kantine des benachbarten Rathauses zu nutzen. "So können wir uns doch wechselseitig helfen", unterstrich Hahn.

Die Freidemokraten nutzen die Möglichkeit, um mit den Schulamtsvertreterinnen über ihr Herzensthema, die Digitalisierung der Schulen, zu sprechen. "Durch die Corona-Krise hat die Digitalisierung in den Bildungseinrichtungen sicherlich einen höheren Stellenwert erhalten als ohnehin schon", erklärte Stanzel. Die Schulen hätten in der Vergangenheit bereits viele Schritte in die richtige Richtung gemacht, auch gebe es sogar schon vereinzelt iPad-Projekte in einigen Klassen.

"Auch die neuste PISA-Erhebung hat gezeigt, dass deutsche Schulen im europaweiten Vergleich hinsichtlich der Digitalisierung noch immer abgehängt sind. Auch im Wetter-aukreis gibt es noch viel Verbesserungsbedarf. Hoffentlich können die durch den ›DigitalPakt Schule‹ bereitgestellten Fördermittel die Digitalisierung im Wetteraukreis zielgenau und effizient vorantreiben", so die FDP-Kreistagsabgeordnete Sommermeyer. Laut der schulpolitischen Sprecherin habe digitales Lernen nicht nur in der Corona-Krise eine zentrale Bedeutung.

Zur Heiden und Stanzel berichteten den Liberalen auch über die Lehrerversorgung in ihrem Zuständigkeitsgebiet. "Insgesamt sind wir gut aufgestellt. Lediglich im Bereich der Berufsschulen und im Bereich der Förderschulen sind Defizite zu erkennen. Insbesondere in spezifischen Fächern für beispielsweise die Berufsausbildung im Fach Metalltechnik ist zu erkennen, dass die Sicherstellung der Unterrichtsabdeckung schwierig ist", so zur Heiden. Zudem sorge die aktuelle Corona-Situation dafür, dass es Engpässe in der Unterrichtsversorgung geben könne, wenn beispielsweise mehrere Lehrer gleichzeitig in Quarantäne gehen müssten. Umfangreiche Hygienekonzepte sollten dies jedoch möglichst vermeiden.

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