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Das ZDF überträgt am Sonntag live aus der Christuskirche.

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Die Spannung steigt

  • VonNiklas Mag
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Bad Vilbel (nma). Am morgigen Sonntag tritt die evangelische Christuskirchengemeinde Bad Vilbel abermals im nationalen Fernsehen auf. Der ZDF-Fernsehgottesdienst wird aus der Kirche übertragen. Seit Freitag laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, am heutigen Samstag wird es richtig ernst. Die Gemeinde freut sich auf den großen Auftritt.

Lastwagen stehen vor der Kirche, vor dem Gemeindebüro türmen sich Kabel, Stative und Transportboxen. Das ZDF präpariert die Christuskirche im Grünen Weg für die Live-Sendung des Fernsehgottesdienstes am Sonntag.

Pfarrer Klaus Neumeier stellt sich den anrückenden Technikern kurz als Hausherr vor: »Die Kita-Kinder glauben zwar, dass ich hier wohne, das ist aber nicht so«, witzelt er und die Techniker nehmen ihre Arbeit auf. Die Christuskirchengemeinde wird zum zweiten Mal Schauplatz der ZDF-Sendung, bereits im Juli 2018 standen die Gemeindemitglieder vor der Kamera. »Es ist für uns natürlich ein riesiger Aufwand, aber auch sehr reizvoll«, meint Neumeier. »Es ist einfach etwas Besonderes. Corona macht alles etwas schwieriger, aber wir wussten bei der Zusage noch nicht, dass eine Pandemie kommt.« Wie groß der Aufwand wirklich ist, weiß der Produktionsleiter des ZDF. »Wir brauchen Standplätze für die Fahrzeuge, das ist immer das erste Hindernis«, erläutert er. »Wo können wir ausladen, wo kommen die Kabel entlang. Da müssen wir auch immer mit der Stadt und den Stadtwerken sprechen, wir brauchen ja auch Strom.«

Bis zu einer Million Zuschauer

Bei den ersten Besichtigungen seien immer Mitarbeiter der Verwaltung vor Ort. »Ein Aggregat können wir nicht aufstellen, wenn sich die Kirche in einem Wohngebiet befindet, das ist einfach zu laut.« Man plane die Gottesdienste von außen nach innen. Die Parkplätze und die Kabel sind der Anfang, dann erst geht es um das Kircheninnere: Wo kommen die Traversen hin, an denen wir die Lampen dann aufhängen, wie viele Lampen brauchen wir, wie viele Kameras? Im Prinzip habe man die Pläne von der Ausstrahlung aus Bad Vilbel 2018 wiederverwenden können. Vier Kameras werden am Ende stehen, drei vorne, eine für die Totale. »Wir haben etwa 25 Leute hier mit dabei.« Klaus Neumeier ergänzt: »Sechs Jugendmitarbeiter der Gemeinde kümmern sich außerdem um Essen und Getränke und helfen sogar bei den technischen Arbeiten mit.« Probleme gebe es keine, heißt es vonseiten des Senders: Es gebe Kirchen, die einfacher zu bestücken seien, aber es sei unproblematisch. Den restlichen Freitag haben die Techniker mit dem Aufbau verbracht, ernst wurde es am Abend: Die Gemeinde zeigt, was sie vorbereitet hat, damit Regie und Redaktion die Sendung vorbereiten können. Am heutigen Samstag ist der Zeitplan straff. Die Leuchten werden eingestellt, Tonproben finden statt, Kameraleute werden eingewiesen. Es folgt ein Durchlauf mit einer Nachbesprechung.

Gemeindemitglieder sitzen nach dem Gottesdienst an den Telefonen, um Anrufe entgegenzunehmen, die reinkommen. Zwischen 600 000 und 700 000 Zuschauer seien mindestens vor dem Fernseher mit dabei. Klaus Neumeier weiß: »Bei uns waren es letztes Mal in der Spitze sogar eine Million.« Die Gemeinde ist gespannt, kann den zweiten Auftritt vor nationalem Publikum kaum abwarten.

»…Vater sein dagegen sehr«, lautet der Titel des Gottesdienstes. Los geht es am morgigen Sonntag um 9.30 Uhr im ZDF. Im Gottesdienst werden die Erfahrungen von Vätern thematisiert, Klaus Neumeier zeigt in seiner Predigt auf, warum das von Jesus oft gebrauchte Bild vom »himmlischen Vater« auch für moderne Väter eine Hilfe sein kann.

Die Liste der Lieder ist unter www.zdf. de zu finden. Nach dem Gottesdienst gibt es bis 18 Uhr ein telefonisches Gesprächsangebot unter der Nummer 07 00/14 14 10 10 (6 Cent/Minute aus dem Festnetz, Mobilfunkkosten abweichend). nma

Jugendmitarbeiter Laurin Giese hilft den ZDF-Technikern bei der Einrichtung.

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